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Herz-Sutra (Maka Hannyaharamita shingyō)

(von Adi Meyerhofer)

Herz-Sutra

まかはんにゃはらみったしんぎょう
摩訶般若波羅蜜多心經
かんじざいぼさつ
観自在菩薩
ぎょうじんはんにゃはらみったじ
行深般若波羅蜜多時
しょうけんごうんかいくう
照見五蘊皆空
どいっさいくやく
度一切苦厄
しゃりし
舎利子
しきふいくう
色不異空
くうふいしき
空不異色
しきそくぜくう
色即是空
くうそくぜしき
空即是色
じゅそうぎょうしき
受想行識
やくぶにょぜ
亦復如是
しゃりし
舎利子
ぜしょほうくうそう
是諸法空想
ふしょうふめつ
不生不滅
ふくふじょう
不垢不浄
ふぞうふげん
不増不減
ぜこくうちゅうむしき
是故空中無色
むじゅそうぎょうしき
無受想行識
むげんにびぜつしんに
無限耳鼻舌身意
むしきしょうこうみそくほう
無色声香味触法
むげんかいないしむいしきかい
無限界乃至無意識界
むむみょう
無無明
やくむむみょうじん
亦無無明尽
ないしむろうし
乃至無老死
やくむろうしじん
亦無老死尽
むくしゅうめつどう
無苦集滅道
むちやくむとく
無知亦無得
いむしょとくこ
以無所得故
ぼだいさった
菩提薩垂
えはんにゃはらみった
依般若波羅蜜多
こしんむけいげ
故心無圭礙
むけいげこむうくふ
無圭礙故無有恐怖
おんりいっさいてんどうむそう
遠離一切転倒夢想
くきょうねはん
究境涅槃
さんぜしょぶつ
三世諸仏
えはんにゃはらみつたこ
依般若波羅蜜多故
とくあのくたらさんみゃくさんぼだい
得阿耨多羅三藐三菩提
こち
故知
はんにゃはらみった
般若波羅蜜多
ぜだいじんしゅ
是大神呪
ぜだいみょうしゅ
是大明呪
ぜむじょうしゅ
是無上呪
ぜむとうどうしゅ
是無等等呪
のうじょいっさいく
能除一切苦
しんじつふこ
真実不虚
こせつはんにゃはらみつたしゅ
故説般若波羅蜜多呪
そくせつしゅわつ
即説呪曰
ぎゃていぎゃていはらぎゃてい
羯帝羯帝波羅羯帝
はらそうぎゃてい
波羅僧羯帝
ぼうじ
菩提
そわか
僧莎訶
はんにゃしんぎょう
般若心經

H. B.: Das Herzenssutra, welche die Gedanken der großen Weisheitssutra,1 gedrängt zusammenfaßt in 262 Zeichen, ist außerordentlich viel in Gebrauch in Japan und China; unter den Sūtren die einfachste, wird sie von allen Schulen mit Ausnahme der Shin- und Nichirensekte gebraucht. Es ist das kürzeste der etwa 40 Prajñāpāramitā-Sutras. Besondere Beachtung findet es im Sōtō-Zen, das den Kernsatz „Form ist Leere, Leere ist Form“ betont.
Genannt wird es auch das Sutra der höchsten Weisheit, die Essenz des erhabenen Hinübergelangens ans jenseitige Ufer der Weisheit oder einfach Herz-Sutra (skr.: Hṛdaya prajñāpāramitāsūtra; jap.: 摩詞般心經 Maka Hannya Haramita Shingyō, umgangssprachlich oft nur shin-gyō) gehört zu den bekanntesten Texten des Mahāyāna. Meist wird nicht das Sanskrit, sondern die chinesische Fassung studiert, diese wird zudem oft japanisch ausgesprochen, da das es besonders in Japan beliebt ist. Neuere Forschung hat anhand von Textkritik gezeigt, daß es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen in China entstandenen Text handelt, der ins Sanskrit zurückübersetzt wurde und von dort nach Tibet gelangte.

Anmerkungen:

1) H. B.: Hannya Shin-gyō, welches selber wieder Abkürzung ist für „Makahannyaharamitta Shin-gyō (skr.: Māharajñāpāramitāhrdaya-Sūtra), übersetzt von Kumarādjiva (NJ 19), dann Hsüan-tsang (NJ 20). In Japan-Abschrift erhalten aus Tempyō 5. Jahr (734) als „Herzenssūtra“. Ferner abgeschrieben als Hannya-haramita-dai-shin-gyō, in Tempyō 10 (738). Als Shin Hannya-Kyō Hōki 3. Jahr (772). Auch innerhalb des NR wechseln daher die Namen: in I,14 und III, 34 nennt sie zuerst Herzenssutra (Shin-gyō), dann Herzenshannya-Sutra. Konjaku monogatari bei II, 19 zuerst Hannya-, dann Herzenssūtra; II, 15 spricht von Hannya (Shingyō) Darani. Der Kommentar des Chikwō Hannya-Shingyō-Shutsugi ist in Abschrift aus dem 4. Jahr Shōhō (752) erhalten. Ein früher japanischer Kommentar existiert von der Hand Enchin’s (= Chishō Daishi). Im 9. Jhdt. wurde das Sutra oft (mit andren) als tendoku bei Erdbeben, Seuchen, Dürre etc. dargebracht. ]
2) „Kumārajīva, der berühmte indische Mönch, der 401 – [?383] als Kriegsgefangener – aus Kutscha kommend, bis 414 eine große Zahl von Sutren und Lehrtraktaten ins Chinesische übertragen hat, der fruchtbarste und beste Sutrenübersetzer,“ der 'klassischen Übersetzungsperiode.' Die Werke, von denen sich 50 im Ming-Kanon finden, zeichnen sich durch klaren Stil aus. Jp. Rajū sanzō. ]

Vorkommen im NR-Text:

I: 7, 14; II: 14, 15, 19; III: 34

Textvarianten („Übersetzungen“)

Literatur:

Weblinks

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