日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

Ort:

Die Füchsin zur Frau, Kinder erzeugen

狐為妻令生子緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Text 
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昔欽明天皇.是磯城嶋金刺宮食國天國押開廣庭命也.御世,三乃國大乃郡人應為妻,覓好孃乘路而行.時曠野中遇於姝女.其女媚壯,馴之壯睇之.言:「何行稚孃?」孃答:「將覓能緣而行女也.」壯亦語言:「成我妻耶?」女:「聽」答言,即將於家,交通相住.此頃懷任,生一男子.時其家犬,十二月十五日生子.彼犬之子每向家室,而期剋睚眥嘷吠.家室脅惶,告家長言:「此犬打殺.」雖然患告,而猶不殺.於二月三月之頃,設年米舂時,其家室於稻舂女等,將充間食入於碓屋.即彼犬將咋家室而追吠.即驚澡恐,成野干,野干者,狼也.登籠上而居.家長見,言:「汝與我之中子相生,故吾不忘汝.每來相寐.」故誦夫語而來寐.故名為-岐都禰キツネ也.時彼妻著紅襴染裳,今之桃花裳也.而窈窕裳襴引逝也.夫視去容,戀歌曰:
  戀は皆我が上に落ちぬたまかぎるはろかに見えて去にし子ゆゑに古比波未奈加我宇弊邇於知奴多万可支流波呂可邇美江天伊爾師古由惠邇
 故其令相生子名,號-岐都禰キツネ.亦,其子姓負-狐直也.是人,強力多有,走疾如鳥飛矣.三乃國狐直等根本是也.

Ryō-Wiki

Vor alters zur Zeit Kimmei Tennō's [539-71] – dies ist die in der Shikishima no Kanaza no Miya礒城嶋金刺宮NN das Reich regierende Himmlische Majestät Ame-kuni-oshi-hiraki-hiro-nika no Mikoto – ging ein Mann aus dem Lande Dreiflur Gau2 Großflur大野 aus, ein gutes Mädchen (sich) zur Frau zu suchen. Da er sich nun auf den Weg machte und dahinging, begegnete er inmitten einer weiten Flur曠野 einem (herrlich-)schönen Weibe. Dies Weib lächelte hold dem Manne und blickte ihn vertraulich mit großen Augen liebend an. Der Mann, mit großen Augen liebend blickend, sprach: „Wohin des Weges, Jungfrau?“ Sie antwortete und sprach: „Ein Weib bin ich, das auf dem Wege ist, die rechte Verbindung (en) zu suchen. „Da sprach der Mann, was seines Herzens war, und sagte: „Willst du mein Weib werden?“ Sie antwortete und sprach: „Ich will.“ Alsbald nahm er sie in sein Haus, hatte Umgang mit ihr, und sie wohnten beieinander. Um diese Zeit ward sie schwanger und gebar einen Sohn.


Sich verwandelnder Fuchs.

Zur Zeit gebar dieses Hauses Hündin am 15. Tage des 12. Monats ein Junges. Jener junge Hund ging jedesmal auf die Frau des Hauses los, rollte die Augen, bleckte die Zähne gegen sie und bellte. Die Frau des Hauses erschrak und fürchtete sich und sagte zu dem Herrn des Hauses: „Schlage diesen Hund tot“ Gleichwohl, barmherzigen Sinnes, tötete er ihn nicht. Um den zweiten Monat und den dritten Monat, zur Zeit, da man den Jahresreis年米3 stampft, ging dieses Hauses Frau, um den den Reis stampfenden4 Frauen einen Zwischen-Imbiß zu geben, ins Mörserhaus碓屋. Alsbald wollte jener junge Hund die Frau des Hauses beißen, verfolgte sie bellte. Da wurde sie vor Furcht, Schrecken und Bestürzung Fuchs (yakan5) und kletterte auf den Zaun hinauf und blieb dort. Der Hausherr sah es und sagte: „ Du hast mit mir ein Kind gezeugt, deshalb vergesse ich dich nicht. Komm (ki) du wie gewöhnlich (tsune) mit mir schlafen. Darum kam sie, den Worten des Gatten folgend, schlafen. Darum nennt man den Namen kitsune6 (Fuchs). Nun geschah es, daß jene Gattin ein rotgefärbtes Rockgewand — das heutige Pfirsichblütenschurzgewand7 — trug und, die starkfaltige Schurzgewandschleppe (hinter sich her) ziehend, dahinging. Der Gatte, ihre dahinschwindende Gestalt schauend, entbrannte in Liebe, sang und sprach:


Mörser zum Reis enthülsen (ca. 1880)
Derartige Geräte sind aus der chinesischen Frühzeit bekannt.
Da in der Edelsteinhecken-Ferne*
sie nun entschwindet,
überfällt die Liebe mich ganz …

Daher wurden, die von ihnen erzeugten Kinder [ein Kind] „Kitsune“8 (Fuchs) genannt. Ferner war der Kinder Kabane: Kitsune no Atahi.9 Unter ihnen sind die starken Männer zahlreich. Sie laufen rasch, wie ein Vogel fliegt. Dies ist der Ursprung der Kitsune no Atahi des Landes Mino.

Paralellen

  1. Fusōryakki, letzte Erzählung unter Kinmei; Zeichen für Zeichen NR folgend. Glosse bemerkt: „steht im NR“
  2. Mizu-Kagami: I Kinmei
  3. II, 4