日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

Ort:

Von früh auf mit dem Netz Fische fangen, im gegenwärtigen Leben schlimme Vergeltung empfangen

自幼時用網捕魚而現得惡報緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Text 
http://applepig.idv.tw/kuon/furu/text/ryoiki/
播磨國餝磨郡濃於寺、京元興寺沙門-慈應大德,因壇越請夏安居,講法花經.時寺邊有漁夫,自幼迄長,以網為業.後時,匍匐家內桑林之中,揚聲叫號曰:「炎火迫身!」親屬欲救其人.唱言:「莫近我.我頓欲燒!」于時,其親詣寺,請求行者.行者咒,時良久,乃免.其著袴燒.漁夫悚慄.詣濃於寺,於大眾中,懺罪改心.施衣服等,令誦經.竟,從此以後,不復行惡.如顏氏家訓云:「昔江陵劉氏,以賣鱓羹為業.後生一兒,頭具是鱓.自頸以下,方為人身.」者,其斯之謂矣.
Ryō-Wiki

Angler, beachte den traditionellen Strohmantel (Photo Meiji-Ära)

In dem No-o-Tempel, Gau Shikama, Land Harima (播魔國) nahm auf Bitten des Tempelpatrons (壇越, danochi) der Samon3 des Gwangō-ji 1 der linken Hauptstadt, der Daitoku Ji-ō (慈應) Rast (安居) und las während des Sommers das Gesetzesblüten-Sutra2.

Zur Zeit lebte in der Umgegend des Tempels ein Fischer. Von früh auf bis ins Alter trieb er mit dem Netz sein Gewerbe. Danach geschah es, daß er in der Maulbeerwaldung in seinem Gehöft platt auf dem Boden lag, die Stimme erhob und schrie: „Das lichterlohe Feuer will mir an den Leib.“ Als die Verwandten ihm zu Hilfe kommen wollten, rief er laut aus: „Kommt mir nicht zu nahe! Ich brenne schon.“ [Da machten sich seine Eltern {SB: tomogara: seine Leute} auf in den Tempel und baten den Zenmeister und Gyōja, (行者) daß er ihn bespreche. Nach einer guten Weile sagte dieser zu. Die Hakama (), die er anhatte, in Flammen, kam der Fischer schreckensvoll zum Tempel und berichtete inmitten der großen Versammlung seine Sünden, änderte sein Herz, spendete Gewänder und anderes und ließ Sutren lesen.]4 Von da an späterhin fürchtete er wahrlich, bösen Sinnes zu handeln.

In den „Hausermahnungen des Herrn Yau“ [Yen5] wird gesagt: Einst trieb Herr Riu von Djiangling [Familie Liu in Chiang-ling {Hupei}] als sein Gewerbe Seeschlangensuppe6 zu verkaufen. Danach wurde ihm ein Kind geboren: dessen Kopf war just der einer Seeschlange; vom Halse ab abwärts hatte es Menschengestalt. – Das ist wiederum dasselbe.

Paralellen

  1. Sambō ekotoba (II,6)
  2. Honchō kōsōden (75)
  3. Nakamuras Englische Übersetzung (nur Text)