日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

Ort:

Erbarmungslos einem lebenden Hasen das Fell abziehen

無慈心剝生兔皮而得現惡報緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Text 
http://applepig.idv.tw/kuon/furu/text/ryoiki/
大和國有一壯夫,鄉里姓名未詳也.天骨不仁,喜殺生命.其人捕兔剝皮,放之於野.然後不久之頃,毒瘡遍身,肌膚爛敗.苦病無比,終不得愈.叫號而死.鳴呼!現報甚近.怒己可仁,不無慈悲矣.
Ryō-Wiki

Im Lande Yamato (大和國) war ein Mann (壮夫, onoko); Heimatsort, Name und Zuname sind nicht genau bekannt. Von Natur unmenschlich, hatte er seine Freude daran, Leben zu töten. Dieser Mann fing einen Hasen, zog ihm das Fell ab und ließ ihn so wieder in die Felder laufen.
Nicht lange hernach jedoch bekam er überall am Leibe giftige Beulen; die nackte Haut eiterte und zerbarst; nichts kam seinen Schmerzen gleich; und es wurde letztlich nicht besser; brüllend ging er zu Tode. O! außerordentlich nahe ist die Vergeltung im Gegenwärtigen!1 – Mitfühlend, als ob du es selbst seiest, sei menschlich-sittlich! Sei nicht mitleidlos!

Paralelle

  1. Konjaku monogatari-shū XX, 28
  2. Video: .wmv [1,8 mb] oder .mp4 [1,6 Mb]