日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

Ort:

Unbarmherzig dem Pferde zu schwere Last aufladen, daher sichtbar-gegenwärtige schlimme Vergeltung empfangen

無慈心而馬負重駄以現得惡報緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Text 
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昔,河內國有瓜販之人,名曰-石別也.過馬之力,而負重荷.馬不得往時,瞋恚捶駈.負重荷勞之,兩目出淚.賣瓜竟者,即殺其馬.如是殺之為多遍.後石別自纔臨涌釜,兩目於釜所煮.現報甚近,應信因果.雖見畜生,而我過去父母,六道四生我所生家,故不可無慈悲也.
Ryō-Wiki

Einst war im Lande Kahachi (河内; Nakamura: Kawachi, heute Ōsaka-fu) ein Melonenverkäufer mit Namen Ishiwake (石別; Isowake) genannt. Der lud dem Pferde1 Lasten auf, die über dessen Kraft gingen. Da das Pferd nicht zuging, ergrimmte er, schlug es und hetzte es. Vor Anstrengung beim Schleppen der Last flossen dem Pferde aus beiden Augen die Tränen. Nach Verkauf der Melonen machte er dem Pferde den Garaus. So hatte er viele Male den Garaus gemacht. Später kam Ishiwake in die Nähe eines kochenden Kessels. Da traten ihm die beiden Augen aus dem Kopfe, gerieten hinein und wurden gekocht.2 – Die Vergeltung im gegenwärtigen Leben ist ungeheuer nahe. Man muß an Ursache und Wirkung (ingwa) glauben. Ist es jetzt gleich ein Tier, so mag es mein Vater oder meine Mutter von einst sein; die sechs Welten (六道) und die vier Geburten (四生) sind es, da wir3 geboren werden. Mitgefühl und Erbarmen sind darum dringend geboten.

Paralelle

  1. Konjaku monogatari-shū: XX, 29, ohne wesentliche Varianten.