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Das Leben von Krabben und Fröschen loskaufen und sie freilassen – Dafür sichtbar gegenwärtige Vergeltung empfangend Hilfe von den Krabben erhalten

贖蟹蝦命放生現報蟹所助緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Text txt 山背國紀伊郡部內,有一女人.姓名未詳也.天年慈心賾,信因果.受持五戒十善,不殺生物.聖武天皇代,彼里牧牛村童,山川蟹取八,而將燒食.是女見之,勸牧牛白:「幸願此蟹免我.」童男辭不聽曰:「猶燒噉.」慇誂乞,脫衣而買.童男等乃免之.勸請義禪師,令咒願以放生.然後入山見之,大蛇飲於大蝦.誂大蛇言:「是蝦免我.賂奉多幣帛.」蛇不聽吝.女募幣帛,而禱之曰:「汝為神祀.幸乞免我.」不聽,猶飲.又語蛇言:「替此蝦,以吾為妻.故乞免我.」蛇乃聽之,高捧頭頸,以瞻女面,吐蝦而放.女期蛇言:「自今日,經七日而來.」然白父母,具陳蛇狀.父母愁言:「汝孑唯一子,何誑託故,作不能語.」時行基大德,有紀伊郡深長寺.往白事狀.大德聞曰:「嗚呼難量之語.唯能信三寶耳.」奉教歸家,當期日之夜,閉屋堅身,種種發願以信三寶.蛇繞屋,蜿轉腹行,以尾打壁,登於屋頂,咋草拔開,落於女前.雖然,蛇不就女身,唯有爆音,如跳臍齧.明日見之,大蟹八集,彼蛇條然剪段切之.乃知,贖放蟹報恩矣.無悟之虫,猶受恩返報恩.豈人應忘恩歟.自此已後,山背國貴乎山川大蟹,為善放生也.
Ryō-Wiki
Ukiyoe Kaniman-ji
Kaniman-ji (Chikanobu Yoshu; Ukiyo-e 1886)

Zu Shōmu Tennō's Zeit hatten viehhütende Dorfburschen jenes Weilers () im Bergflusse1 acht Krabben gefangen und wollten sie rösten und verzehren. Die Maid sah es, redete den Viehhirten zu und sprach: „Zur guten Stunde bitte ich, laßt mir die Krabben!“ Die Burschen wiesen ab und hörten nicht darauf und sagten: „Wir rösten sie erst recht und essen sie!“ Da sprach sie ihnen dringend zu und flehte, zog ihr Gewand aus und kaufte die Krabben. Da ließen die Burschen sie ihr alsbald ab. Da bat sie den Zenmeister Gi,2 () ließ Spruch und Flehen tun und ließ sie frei. Nach diesem aber, da sie in die Berge ging, siehe, da wollte eine große Schlange einen großen Frosch verschlingen. Da sprach sie der großen Schlange zu und sagte: „Laß mir diesen Frosch! Ich will dir auch viel Opfergaben (mitegura) dafür verehren.“ Die Schlange hörte und antwortete nicht darauf. Das Mädchen tat die Opfergaben zusammen, betete und sprach: „Ich will dich als Gott verehren. Zur günstigen Stunde bitte ich, laß ihn mir!“ Sie hörte nicht darauf und schlang erst recht. Da sprach sie wieder auf die Schlange ein und sagte: „Nimm mich statt dieses Frosches und mache mich zur Frau! So bitte ich, laß ihn mir!“ Da hörte die Schlange, hob den Kopf in die Höhe und blickte der Maid Antlitz groß an und spie den Frosch frei. Die Maid machte mit der Schlange ab und sagte: „Komm heute in sieben Tagen!“ Alsdann erzählte sie Vater und Mutter und berichtete die Sache mit der Schlange genau. Da betrübten sich Vater und Mutter und sagten: „Du bist unser allereinziges Kind. Was hat dich berückt, daß du unmögliche Worte tust!“

Zu der Zeit war der Daitoku Gyōgi in dem Shinchō-Tempel3 im Gau Kihi. Da ging sie hin und sagte ihm die Sache. Der Daitoku hörte es und sprach: „Ja, bei dem Worte ist schwer zu raten. Nur das eine gibt es: fest an die Drei Kleinodien zu glauben!“ – Da nahm sie die Lehre an, ging nach Hause zurück, und da nun die Nacht des angesetzten Tages kam, verschloß sie das Haus, machte sich stark, tat vielfältig Gelübde und glaubte an die Drei Kleinodien. Die Schlange umschlich das Haus, wälzte sich auf dem Bauche auf und nieder und schlug mit dem Schwanze an die Mauer, stieg auf des Hauses First, riß (mit dem Maule) das Gras weg, öffnete und ließ sich vor die Maid niederfallen. Trotzdem jedoch kam die Schlange nicht an die Maid selbst heran. Nur ein lärmend Geräusch war da wie von Tanzen und Beißen und Zerkauen. Da sie andern Tages nachsah, waren da acht große Krabben beisammen, hatten diese Schlange ganz und gar zerteilt und in Stücke zerschnitten. – Daraus ist zu wissen: Die losgekauften, freigelassenen Krabben vergalten die Wohltat. Selbst das kleine Getier4 vergilt die Wohltat, wenn es Wohltat empfangen hat. Wie sollte der Mensch Wohltat vergessen können? – Seither hielt man des Yamashiro-Bergflusses große Krabben hoch und wert, freute sich und ließ sie frei.

Anmerkungen:

1) Yamagawa, vielleicht ein Eigenname. "mountain brook" ]
2) Gi zenshi, ist vermutlich ein Ehrentitel, einen (in den Sutren) Belesenen bezeichnend. [  ]
3) Fukaosa-dera; unbekannt ]
4) mushi 虫 = 蟲 Häufiger: Wurm, Insekt, alle Art von Ungeziefer/Gewürm. ]

Weiterführend:

Krabbe

Etwas außerhalb von Kioto besteht der „Tempel der dankbaren Krabben“ (Fumonzan) Kaniman-ji (Kitahama, Yamashiro-cho, Soraku-gun, Kyoto-fu) – der Shingon nahestehend – dessen Gründung auf diese Geschichte zurückgeführt wird. Als Gründer wird eine koreanische Immigrantenfamilie vermutet. Im Tempel findet eine Nyōrai-Statue aus dem 8. Jhdt. Temples of Kyoto.

Happy Hitler

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