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Ein Yakushi-Holzbild, im Wasser fortgeschwemmt, in Sand begraben, tut Geisteszeichen kund

藥師佛木像流水埋沙示靈表緣
(薬師仏の木像の、水に流れ沙に埋れて、靈しき表を示しし緣)

Japanisch

Gunsho ruijū:
 1 , 2 
Text txt 駿河國與遠江國之堺,有河.名曰-大井河.其河上,有鵜田里.是遠江國榛原郡部內也.奈良宮治天下大炊天皇.淳仁帝.御世,天平寶字二年戊戌春三月,彼鵜田里河邊沙之中,有音而曰:「取我矣,取我矣.」于時有僧,經國而行過彼,當時:「取我.」之曰音,猶不止.僧呼求之,邂逅得聞.沙底有音.思埋死人之蘇還也,堀見有藥師佛木像.高六尺五寸,左右耳缺.敬禮哭言:「我大師哉,何有過失,遇是水難.有緣偶值.願我修理.」引率知識,勸請佛師,令造佛耳,鵜田里造堂,居尊像以之供養.今號曰-鵜田堂矣.是佛像,有驗放光,所願能與故,道俗歸敬.傳聞,優填檀像,起致禮敬,丁蘭木母,動示生形者,其斯謂之矣.
Ryō-Wiki

An der Grenze der Länder Suruga und Tohotafumi1 (遠江國; Nakamura: Tōtōmi) ist ein Fluß; mit Namen heißt er Groß-Brunnen-Fluß.2 (大井河) An dem Fluß ist das Dorf Kormoranfeld. (鵜田) Dies ist im Innern des Gaues Harihara im Lande Tohotafumi. Zur erlauchten Zeit, da die Himmlische Majestät Oho-hi3 in der Miya Nara die Welt regierte, im 2. Jahr Himmels-Waage-Kleinodzeichen (Tempyō hōji, 758), Erde-oben-Hund, im Frühjahr, im 3. Monat ward mitten im Sande des Flußufers dieses Dorfes Kormoranfeld ein Laut gehört, der sagte: „Nimm mich fort! Nimm mich fort! Zur Zeit durchzog ein Priester das Land und kam dort vorbei, selbigen Zeit hörte der Laut „nimm mich fort“ erst recht nicht auf. Der Priester ging zu und forschte nach und da er immer wieder in dem Sandgrunde den Laut hörte, dachte er, ob vielleicht ein (da) begrabener Toter wieder zum Leben zurückkehre; er grub und sah: da war es ein Yakushi-Holzbild, (藥師) 6 Ellen 6 Zoll hoch; das linke und das rechte Ohr fehlten. Es verneigte sich und sprach weinend. „Mein großer Meister! Durch welche Fehle bin ich in solche Wassersnot gekommen? (Tiefen) Zusammenhanges (en) halber kam es zu dieser Begegnung. Ich bitte, stellt mich wieder her. Da zog er Fachleute (chi-shiki) zu Rat, wandte sich an einen Buddhameister (佛師) und ließ die Ohren des Buddha machen, schuf in dem Dorfe Kormoranfeld eine Tempelhalle, stellte das erhabene Bild auf und brachte die Opfer dar.

Dies ist heute die Kormoranfeld-Tempelhalle genannte. Bei dem Buddhabilde gibt es (Geistes-Erweisungen; wes strahlt Glanz aus) es gibt richtig worum es gebeten wird. Daher hängen Geistliche wie Laien mit Verehrung an. —

Wenn man überliefert vernimmt: „Uten's4 Sandelholz-Bild erhob sich und tat Ehrenbezeigung: Dinglans Holz-Mutter (I, 17) bewegte sich und zeigte lebende Art,“ so ist eben das gemeint.

Anmerkungen:

1) Beide im heutigen Shizuoka-ken. ]
2) O-i-gawa vgl. den Namen des Herrschers. [  ]
3) Jun’nin (reg. 758-64) III, 38 ]
4) Udayana Raja, [verschiedenste Umschriften] Zeitgenosse Śakyas. König von Vatsa, auch skr. Kauśāmbī. Das Königreich Kosambī findet sich mehrmals im Pali-Kanon. Vgl. auch Ptolemäus, Geogr. lib. VII. cap. I. § XVII., genannt Kosamba. Neumann: Ruinen des alten Kosambi liegen ohne Zweifel im Gebiete von Mañjhanpur, wo heute die Dörfer Kosam und Pali stehn, sechs bis acht Meter unter zweitausendjährigem Humus. Vgl. Epigraphia Indica Vol. II. S. 240. Udayana soll das erste Buddhabildnis verfertigt haben, das, aus Sandelholz, 5 Fuß hatte. "King of the Kushan Empire, patron of Buddhism." ]

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