日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

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Überschrift

奉寫法華經經師為邪婬以現得惡死報緣

Japanisch

Gunsho ruijū:
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Maeda-Mss.:
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3. Band; 育德財團, Meguro-machi (Tōkyō-fu) Vlg.: Ikutoku Zaidan, 1931.

Text 
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丹治比經師者,河內國丹治比郡人.姓丹治比,故以為字.其郡部內,有一道場.號曰-野中堂.有發願人,以寶龜二年辛亥夏六月,請其經師於其堂,奉寫法華經.女眾參集,以淨水加經之御墨.于時,未申之間,段雲雨降.避雨入堂,堂裏狹少,故經師與女眾居同處.爰經師婬心熾發,踞於孃脊.舉裳而婚.隨屌入膣,攜手俱死. 屌,原門內牛字.膣,原門內也字.各指男女之性器也.唯女口漚嚙齧出而死.晰知,護法刑罰.愛欲之火,雖燋身心,而由婬心,不為穢行.愚人所貪,如蛾投火.所以律云:「弱眷自婬面門.」復涅槃經云:「知五欲法,無有歡樂.不得暫停.如犬齧枯骨,無飽厭期.」者,其斯謂也矣.
Ryō-Wiki

Der Tachihi-Sutrenmeister war ein Mann des Gaues Tachihi (丹治比郡), Land Kahachi; sein Geschlecht (kabane) war Tachihi; daher nahm man dies zum Namen (azana)
In dem Innern dieses Gaues war eine Übungsstätte (道場). Mit Namen hieß Sie Mittflurhalle.1 (野中堂) Es waren da Menschen die hatten ein Gelübde, getan, und baten darum im 2. Jahr Schatz-Schildkröte (771), Metall-unten-Eber, im Sommer im 6. Monat den Sutrenmeister zu der Halle und ließen das Gesetzesblüten-Sutra schreiben. Die Schar der Frauen versammelte sich, brachten reines Wasser zu (dem Anreiben) der Tusche für das Sutra. Da, zwischen der Stunde des Schafes und der des Affen, bewölkte sich der Himmel und Regen goß. Dem Regen zu entrinnen, ging man in die Halle. In der Halle war es beschränkt und eng, und so konnten Sutrenmeister und Frauen nicht getrennt bleiben. Da entflammte in dem Sutrenmeister das wollüstige Herz und, einem Weibe auf den Rücken kauernd, hob er das Gewand hoch und tat Umgang. Und demfolgend, daß er das Glied in die Scheide führte, starb er mit ihr Hand in Hand. Und das Weib starb, Schaum aus dem Munde zwischen den Zähnen hervorspeiend. Klar erkennt man des Gesetzes-Schützers (護法) strenge Strafe. Mag gleich das Feuer der Liebeslust Leib und Seele verbrennen, so tue doch nicht, der Wollust folgend, schmutzige Tat! Der Toren Gier ist wie der Schmetterlinge Stürzen in die Flamme. Daher heißt es in den Vinaya3: „Junges Volk2 befleckt unzüchtig die eigne Gestalt.4“ Wiederum sagt das Nirwanā-Sutra“: Wo das Bewußtsein erfüllt ist von dem Gesetz der fünf Lüste5, da gibt es keine Glückseligkeit, da gibt es keinen Augenblick Verweilen. Es ist, wie ein Hund einen alten Knochen abnagt und kein Ende findet, da er satt ist. Damit ist dieses gesagt.

Paralellen

  1. K XIV, 26. Ohne wesentliche Varianten, unter Weglassung des letzten Zitatsatzes und Änderug des Schlusses im üblichen Stil.