日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

Ort:

Ein Weib gebiert zwei Steine; ihnen wird als Göttern in Reinheit Verehrung erwiesen

生石以之為神而齋緣

Japanisch

Gunsho ruijū
Maeda-Mss.
3. Band; 育德財團, Meguro-machi (Tōkyō-fu) Vlg.: Ikutoku Zaidan, 1931.

Text 
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美乃國方縣郡水野鄉楠見村,有一女人.姓縣氏也.年迄于廿有餘歲,不嫁未通,而身懷妊.逕之三年,山部天皇世,桓武朝.延曆元年癸亥春二月下旬,產生二石.方丈五寸,一色青白斑,一色專青.每年增長.有比郡名曰淳見.是郡部內有大神.名曰-伊奈婆.託卜者言:「其產二石,是我子.」因其女家內,立忌籬而齋.往古今來,未都見聞.是亦我聖朝奇異事矣.
Ryō-Wiki

Im Lande Mino im Gau Katagata, Ort Wasserau, Dorf Kusumi (美乃國方縣郡水野), war ein Weib. Dem Geschlecht nach war sie eine Agata-Uji (縣氏). Über zwanzig Jahre alt, hatte sie bis dahin noch nicht gefreit und keinen Umgang gehabt. Gleichwohl ward ihr Leib schwanger. Nach drei Jahren, zur Zeit der Himmlischen Majestät Yamabe im Ursprungsjahre Enryaku Wasser-unten-Eber, im Frühling in der unteren Dekade des zweiten Monats (ab 28.3.783) gebar sie zwei Steine, im Viereck eine Rute () vier Zoll groß. Des einen Farbe war grün und weiß gestreift, des anderen ganz grün. Jahr für Jahr wuchsen sie und wurden größer. Um diese Zeit wurde des Gaues Namen Atsumi2 genannt. Im Innern dieses Gaues war eine Große Gottheit, mit Namen Inaba (伊奈婆). Sie nahm Besitz von einem Wahrsager (卜者. Urtext: 下者) und sprach: „Diese beiden geborenen Steine sind meine Kinder.“ Daher errichtete man um dieses Weibes Haus einen Fastenzaun (忌籬) und erwies in Reinheit Verehrung. Seit alters bis auf den heutigen Tag war derlei überhaupt noch nicht gesehen noch gehört worden. Dies ist wiederum unseres Heiligen Landes3 wundersames Geschehnis.

Paralellen

Eine der Geschichten mit dem Motiv „Geburt und Wachstum von Steinen.“ Siehe Yanagito Kunio; Seiseki dansetsu; in: Teihon Yamagita Kunio Shu, Tōkyō 1962-64, V, S 493-8.

Literatur

  • ; 石の出生: 『日本霊異記』下巻三一縁について; 相模国文, 39 () (Sagami Women’s University); 16 S.; ISSN 0302-9999. []