日本霊異記
„Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“ – übersetzt von Hermann Bohner

日本霊異記 Nihon Ryōiki

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Buddhistische Termini: A bis L

(用語集 A-L)

Das „Verzeichnis einiger, vor allen buddhistischer Ausdrücke des Ryō-i-ki,“ erscheint bei Bohner in Band II ab S. 84. In der vorliegenden Bearbeitung wurden teilweise die Verweise aus seinen Anmerkungen eingefügt, sowie die Bedeutung eines Wortes aus anderen Quellen ergänzt bzw. vertiefend erläutert. Diese Quellen sind am Seitenende aufgeführt.

Der beigegebene deutsche Ausdruck ist oft nur ein Hinweis auf den Sinn, der anderwärts ausführlich gegeben ist. Meist ist nur eine Textstelle als Beispiel gegeben [in der Form: Faszikel, Erzählung. z. B. I, 21], vor allem, wo auf erklärende Anmerkung verwiesen ist. – Ämter, buddhistische Wesen u. a. siehe „Ritsuryō“ bzw. die Exkurse zum jeweiligen Thema. Zahlreiche hier gegebene Kanji erscheinen in der unreformierten Schreibung. Beachte, daß 佛 = 仏, 釋 = 尺, 藥 = 薬, 會 = 会, 獨 = 独, 學 = 学, 經 = 經 usw.

Hinweis: Die Verweise aus den Legenden auf dieses Verzeichnis führen jeweils zum Anfang einer Buchstabengruppe, nicht zum Wort direkt.

A
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
akudō悪道Reich der Qual; III, 371: wrong course, evil course
2: Abweg
akugyō悪行böser Wandel1: “akko” misdeed, wickedness, wrongdoing
2: die böse Tat
akuhō悪報böse Vergeltung 
akushi-hō悪死報schlimmen Todes Vergeltung 
anbutsu安佛Buddha aufstellen 
ama
阿摩
NonneAlte chinesische Lesung von 尼, wohl aus Indien übernommen, vgl. pali ammā bzw. skr. ambā. Konnte sowohl eine vollordinierte bhikṣuṇī, als auch eine fromme Frau bezeichnen (für letzteres in K auch: 家の尼 ie no ama).
8.-13. Jhdt. auch: 大尼 daini „voll“ Ordinierte oder als respektvolle Anrede (oho-amagimi), 小尼 shōni Novizin, syn. 沙彌尼.
anchi安置als Heiligtum aufstellen; III, 171: enshrinement; installation of an image
ango安居會
阿含會
Regenzeit-Rastzeit (Versammlung)*; III, 191. ankyo, angyo an easy life
3: Digha-N. 19. Rede und Anm 605
ango-e安居會Regenzeit-Rastzeit-Versammlung; in Japan im Sommer, daher einfach Sommer genannt 
anyō安養Seligkeit, Paradies= jōdō
arakankwa阿羅漢果Arhatschaft; III, 19syn.: 禮經

*) oft = 夏中
„Wer die vier Monate der Regenzeit [pali: vassa] einsam verbringt, in erbarmende Schauung einkehrt, der kann Brahma sehn, mit Brahma sprechen, Rede führen, Rat pflegen.' Wie, wenn ich nun die vier Monate der Regenzeit einsam verbrächte, in erbarmende Schauung einkehrte?“
dazu Anm 605: Die vier Monate der Regenzeit einsam zurückgezogen an nur einem Orte zu verbleiben ist altvedische Asketenregel. Vergl. die schönen Ausführungen BÜHLERS im zweiten Bande der Epigraphia Indica S. 262-265 und Mittlere Sammlung S. 563. Im Orden Gotamos sind drei Monate die untere Grenze: die ersten, bez. die letzten vierzehn Tage der Regenzeit können, als weniger belästigend, wieder wie gewöhnlich zur Wanderung von Ort zu Ort verwendet werden. Der Mönch hat demnach mindestens von Mitte Juli bis Mitte Oktober die Regenzeit zu halten. … – Das Glück dieser Einsamkeit als höchstes Gut aufzuweisen ist ein oft wiederholtes Thema in den Liedern der Mönche …

4S: Tranquil dwelling. varṣā, varṣās, or varṣāvasāna. A retreat during the three months of the Indian rainy season, and also, say some, in the depth of winter. During the rains it was 'difficult to move without injuring insect life'. But the object was for study and meditation. In Tokhara the retreat is said to have been in winter, from the middle of the 12th to the middle of the 3rd moon; in India from the middle of the 5th to the 8th, or the 6th to the 9th moons; usually from Śrāvaṇa, Chinese 5th moon, to Aśvayuja, Chinese 8th moon; but the 16th of the 4th to the 15th of the 7th moon has been the common period in China and Japan. … The period is divided into three sections, former, middle, and latter, each of a month.

B
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
biku比丘I, 5 buddhistischer Priester, Mönch; vgl. shakubikuni Nonne
Pali: Bhikkhu(ni); skr: bhikshu
6: = 乞士
bompu*凡夫der gewöhnliche Mensch; I, 4; III, 39
bonnō煩悩Leidenschaft-Wirrsal; sündige Leidenschaft III, 331: evil passions, carnal desire
bosatsu菩薩Bodhisattwa; II, 7Bodhisattva, der bodhi (Erleuchtung) Gewordne, nachststehend den Buddhas
buppō佛法Buddha-Gesetz1: Buddhism;
2: die Lehre des Buddha
busshō佛性Buddha-Natur; Vor. II1: alternativ hotokeshō
2: auch 'der buddhistische Geist'
4S: buddhatā. The Buddha-nature, i.e. gnosis, enlightenment; potential bodhi remains in every gati
butsudō佛堂Buddha-Hallewohl auch „Meditationshalle“
butsu-dō佛道Buddha-Weg; Buddha-Lehre; „suchen“ motomeru zu erlangen suchen, erstreben. Synonym mit bukkyō. II, 35„höchster WEG“
butsumetsu佛滅Buddhas Sterben; II, I73: II. Teil 3. [= 16.] Rede „Erlöschung“
butsushi佛師Buddha-Verfertiger; II, 392: Maler/Schnitzer von Buddha-Bildnissen
„Herrgottsschnitzer“
butsuzō佛像 Buddhastatue; II, 2 (u. a.) 
byaku-i
byaku-e
百衣Weißgewandiger; im K: ein Laie (); G: Ubasoku 

*) bompu ist der gewöhnliche, unerleuchtete Mensch [skr.: prthagjaṇa], im Gegensatz zum Erleuchteten ('Edlen').
Bompu moshi shiraba, sunawachi kore seijin, /Seijin moshi e seba, sunawachi kore bompu.
[„Erlangt der Laie {Simpelton} Wissen, wird er ein Weiser / Erlangt ein Weiser Verstehen, wird er zum Simpelton.“ Zenrin Kushu]

C
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
chigoku池獄Hölle; I, 30; II, 5, 7, H. B.: K(u)waika-jigoku
池獄行 jigokuyu(ki) 'zur Hölle fahren'
chigyō智行Wissen und Wandel
chisha智者„Wissender;“ (im Ggs. zum 愚者 'Tor'. der um die Dinge des Glaubens, d. h. besonders der um die spätere Existenz Wissende)bW: Inkarnationsheiliger; Heiliger in verwandelter Gestalt
1: wise man; sage
chishiki知識Fachmann2: Wissen, Kenntnisse
chūshin忠臣der treue Diener (Minister). [Ein das ganze Leben des Ostens erfüllendes Wort konfuzianischer Prägung.]Dagegen: „Ein guter Knecht, bleibt immer Knecht!“
1: loyal subject, faithful retainer
2: treuer Untertan
D
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
daibyakugosha大百牛車großes Ochsengefährtin Abe: Shōtōku
dai-e大會große (geistliche) Versammlung 
dai-hō-e大法會große Dharma-Versammlung; III, 35 
daihōshi大法師großer Dharma-Meister 
daijō大乗das große GefährtPali: Mahāyānam
daitoku大徳(Groß-Wesenskraft,Groß-Tugend), ehrende Kleriker-Bezeichnung; II, 81: (virtuous) priest; man of wealth.
skr.: bhadanta
Im alten Japan Klerikern ggü. allg. gebraucht.
danochi
taniochi; dan'otsu
壇越Patron, GemeindemitgliedH. B.: Dan-otsu, skr.: Dāmapati ('Spendeherr'). BW: … im weiteren Sinne Bezeichnung der Gemeindemitglieder, der Anhänger, Gläubigen überhaupt.
danshū壇主Altar-Herr; I, 10
darani陀羅尼MantraVgl. 咒 jū[go]
4S: Mantra; an incantation, spell, oath, curse; also a vow with penalties for failure. Mystical, or magical, formulae employed in Yoga. In Lamaism they consist of sets of Tibetan words connected with Sanskrit syllables. In a wider sense dhāraṇī is a treatise with mystical meaning, or explaining it.
Bezeichnet i.d.R. längere Formeln als 真言.
dekirui溺類„die ertrinkende Schar“; Vor. I 
dentō偣灯„Lichtbringer“偣… in der Bedeutung: Legende, Tradition
Dentō ist eine der 760 eingeführten Klerikerrangstufen. Bezeichnet auch jmd. der völlig in die Lehren Buddhas eingedrungen ist und so von ihnen erfüllt ist, daß er das Licht (Buddha's) weiterstrahlt.
deshi弟子Jünger, Schüler1: child, boy
dōji
warawa
童子Tempelbursche („Cherubim“); I, 3; III, 6skr.: kumāra
5: acolyte
Unordinierter Junge unter 20 Jahren, der im Tempel lebt/hilft.
dōjō道場Heiligtum*1: auch 'Buddhist seminary'
syn.: 法場
doku-kaku獨覚„allein Erwachender“. Andre Bezeichnung für 縁覚 enkaku, eine Heiligkeitsstufe der Buddhaschaft.ausführlich in: Eitel S. 123, BW 603; 81
dokushi読師Lese-MeisterIII, 35: Der zweitoberste der 7 geistlichen Dienst tuenden bei der Messe
dōshi導師geistlicher Leiter1: officiating (Buddhist) priest
2: der seelsorgerische bzw. zelebrierende (buddh.) Priester(mönch)
4S: nāyaka; a leader, guide, one who guides men to Buddhaʼs teaching; applied also to Buddhas and bodhisattvas, and to the leaders of the ritual in Buddhist services
dōshin道心Weg(tao)-herz**Konfuzianischer, wie buddhistischer Terminus. Im Konf. wird dem „Herz des Tao“ das gewöhnliche Menschenherz gegenübergestellt. Auch „Bodhisattva-Herz“
1: moral sense; piety, faith
2: sittliches Empfinden; der religiöse Sinn; buddh. Priestermönch
dōzoku道俗Geistliche Kenner und LaienI, 7: Das erste mag bedeuten: 1) buddh. Priester und Mönche, 2) taoistische, 3) Männer vom Fach, Kenner
1: priests and laiety

*) I, 5: skr.: Bodhimanda, platform of bodhi, oder Diamantenthron [Vadjrāsana] "the terrace, said to have raised itself out of the ground, surrounding the Bodhi-rums (Bodhi-baum) where all Bodhisattvas sit down, when about to become Buddhas. This ground, said to be solid as diamond, is believed to form the navel (centre) of the Earth (Eitel); späterhin allgemeine Bezeichnung für heilige Stätten (Tempel, Klöster u.s.f.), sowohl zum Zwecke des Hörens der Lehre als geistige Exezitien (BW).
Vgl.: 1) 山根対助; 道場法師系説話の位置ー日本霊異記の序にそってー; in: 国語国文研究, 18, 19 (昭36年3月); 2) 黒部通善; a) 打聞集所収「道場法師説話」考ー付・名古屋における道場法師ー; in: 日本史研究, 130号 (昭48 年1月); 4) 原田行造; 『日本霊異記』所収雷神説話と飛鳥元興寺ー小子部栖軽と道場法師との関係を中心としてー,: in: 金沢大学教育学部紀要, 2

**) H. B.: II, 8: Die beiden Zeichen ein konfuzianischer wie buddhistischer Terminus. Im Konfuzianismus wird dem „Herz des Tao“ das gewöhnliche Menschenherz gegenübergestellt. Buddhistisch wird Tao-shin (jp.: dōshin) auch Bodhisattva-Herz genannt, das Herz, das nach Erlangung der Buddhaschaft strebt.

F
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
fukubun福分Segens(los)-Teil; I, 11; II, 28 II 34 
fukuden福田Segensfeld; [eine Bezeichnung für die] buddh. Robe* I, 31; II, 28; III, 17Mit dem Begriff „Felder des Glückes“ werden in der buddhistischen Lehre jene Wesen bezeichnet, denen die Darbringung von Opfergaben, besonderer Respekt oder aber die Gabe von Almosen gebührt. Hierzu zählen insbesondere Mönche, aber auch die eigenen Eltern, Bedürftige und Kranke. Für den Laienstand bilden diese Wesen daher den „Boden für den Erwerb von Verdiensten.“
fukujū福聚Glücksfülle; III, 9Ansammlung (Fülle, Menge) von Segen und Glück bedeutend.
fukutoku福徳Segen-Wesenskraft 
fuse布施Almosen, Spenden4S: dāna, giving what others like, in order to lead them to love and receive the truth
fushigiryoku不思議力Wunderkraft; II, 6, 28
fūjū諷誦Gesang und Rezitation
*) Fukudenkai (福田会) sind dem Soto-Zen (in der von Sawaki Kōdō und Hasimoto Ekō propagierten Spielart) nahestehende, gemischte Gruppen aus Ordinierten und Laien, die zusammen von Hand Roben nähen. Diese weichen von der standarmäßigen Sōtō-kesa ab. [  ]
G
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
gaki餓鬼hungriger Teufel; III, 15餓鬼道 „hungriger Geist“
gakusei學生Studierender; I, 23der „Bücher und Überlieferungen“ d. i. die Bücher der alten (konfuz. u. buddh. Weisen. Als Student einer staatlichen daigaku, zur Vorbereitung der Beamtenlaufbahn.
gakutō [no sōra]學頭Lehrhaupt 
gakutsu巌窟Felsenhöhle, Klause2: Grotte
gansei含生Lebewesen 
garan伽藍buddh. (Tempel-)Gebäudeskr.: saṃghārāma, urspr. Kloster bzw. Konvent.
1: temple, monastery
2 auch: Dom, Kathedrale
geGātha; III, 19Vers-(abschnitt) [Buddha preisend]
gedatsu解脱(vom Banne) lösen; I, 281: [Buddhist] salvation, deliverance, emancipation
gedō外道Außenweg, Ketzer*Vgl.: 『日本霊異記』にみる「外道」
gembō現報Sichtbar-gegenwärtige Vergeltung; I, 16; Vor. III
gense現世Gegenwarts-Welt; I, 311: gensei, gense, genze, utsu(shi)yu this present world, this life, this transient world
gesho外書die auswärtigen (taoistischen und konfuzianistischen) Bücher
godō五道die fünf Welten1: tentō Providence, heaven; tendō the way of heaven, divine justice, destiny
4S: The five gati, i.e. destinations, destinies: the hells, hungry ghosts, animals, human beings, devas.
gogyaku[zai]五逆(罪)die fünf Widersetzlichkeiten (Widernatürlichkeiten)**buddhistische Todsünden
Ausführlich
gohō護法Dharma-Schutz, -Schützer***4S: To protect or maintain the Buddha-truth; also name of Dharmapāla
gokai五戒die fünf Geboteskr.: pañca-veramaṇī;
 Pañca Sila: Audio
gokudoku五功徳die fünf Verdienstevgl. Anm. zu I 13
gokurakujōdō極楽浄土Reines Land der höchsten Seeligkeit, Paradies „westliches Paradies“ des Amida (im reinen Land)
gonen護念Schutzgedenken; II, 20
gōsai劫災Kalpa-Katastrophe, -Unheil; Vor IIIskr.: Kalpa „Weltenalter“ zur Länge das Gleichnis in Samyutta Nikāyo XV, 5
goshin五辛die fünf herben (Gewürze)Die von Buddha verbotenen scharfen Gewürze: Zwiebel, Schalotten, Ingwer, Lauch, Knoblauch. Sōni-ryō Art. 7 (Gem. dem Bommo-kyō gilt das Verbot auch für all diejenigen, die das Bodhisattva-Gelübde abgelegt haben.)
goshū五趣die fünf Welten= gōdō. 1) Hölle, 2) hungrige Geister (preta), 3) Tiere, 4) Menschen, 5) Himmel. Meist wird von 6 gesprochen und als vierte die Asura genannt. Siehe auch: rokukai 六界.
goyoku no hō五欲法Gesetz der fünf Lüste5: Five kinds of desire which arise out of attachement to the five objects.
Die Fünf Begierden (goyoku 五欲) sind das Streben nach Besitz (zaiyoku 財欲), sinnliche Begierde (shikiyoku 色欲), Hunger und Durst (inshokuyoku 飲食 欲), das Trachten nach Ruhm und Ehre (meiyoyoku 名誉欲) und der Wunsch nach Schlaf (suiminyoku 睡眠欲).
gukai具戒die vollkommenen Gebote
guseig[w]an弘誓願allumfassend GelübdeText der Gelübde
g[w]anshū願主Gelübdeherr, Gelöbner
gyōdō行道den WEG gehen, Statue umwandeln; III, 36, 8; II, 17 
gyōja [gyosha]行者Wandeltuender, Asket1: devotee, ascetic, pilgrim
2: der religiösen Übungen nachgehende
gyōzen行善gute Werke tun

*) III, 19: gedō, skr.: Tīthakas. Ein dreifaches Gedō wird unterschieden. 1) Außerhalb des Buddhismus stehend. 2) zwar innerhalb des Buddhismus stehend, aber nach eigenem Verstande Sūtra erklärend und daher die Wahrheit nicht treffend. 3) Buddhas wahre Lehre zu erfassen suchend, aber doch unvermögend in die Wahrheit einzudringen. III, 33: außerhalb der Mönchsgemeinde stehend.
**) 1) shifu Vatermord. 2) shimo Muttermord. 3) shirakan Rakan-Mord. 4) suibutsu-ketsu [eines] Buddhaʼs Leib verwunden. 5) hawagosō das gute Einvernehmen mit den Priestern zerstören.
***) II, 35: 1) unpersönlich gesagt: alles was zur Verbreitung, Erhöhung, Erhaltung, Bewahrung des Buddhatums beiträgt. 2) personifizierte Wesen Geister, besonders Untergötter, ganz besonders oft jung gedachte Schutzgottheiten, daher die Bezeichnung gohōdōji, gohōtendō und gohōzenjin andrerseits. 1: goshimbutsu personal guardian Buddha
†) Gegen: Töten [aller Lebwesen], Nehmen was nicht gegeben, Lügen [oder verleumden], unrechte sexuelle Beziehungen und Genuß berauschender [alkoholischer] Getränke.
4S: The first five of the ten commandments, against killing, stealing, adultery, lying, and intoxicating liquors. They are binding on laity, male and female, as well as on monks and nuns. The observance of these five ensures rebirth in the human realm. Each command has five spirits to guard its observer.

H
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
hachiAlmosenschale; I, 29 
hachisaikai八齋戒Acht Fastengebote; II, 11; III, 9*syn.: 八戒 Die ersten acht der zehn Gebote.
haishoryōはい諸霊den Geistern Verehrungen bringen; I, 12
hakai破戒die Gebote brechen; II, 33
hanzai犯罪Übertretung, Sünde; III, 6
henge變化verwandelte Gestalt (Reinkarnation); I, 41: Lesung henge: goblin, ghost, appirition, bugbear; vereinfacht: 変化
Einer der 4 „Körper“ (四身; pali: kāya)
hibō誹謗schmähen, lästern4: skr.: apavāda
hi-iki贔屓Gnadenschutz (der spezielle Schutz des Patrons/Patronin); III, 13H. B.: liegt ein Zusammenhang mit dem hiku „herausziehen“ vor?
hinbō貧報Armut (als Vergeltung). Wörtlich Armutsvergeltung, Armutslohn. II, 14
hishiki hisshin非色非心Weder Gestalt, noch Nicht-Gestalt habend. Die Transzendenz bezeichnend.4S: entities neither of matter nor mind; [The three forms of all phenomena, birth, stay (i.e. 1ife), death; skr: utpāda, sthiti, and nirvana]. Neither matter nor mind, neither phenomenal nor noumenal.
hishin悲心erbarmend Herz; I, 294S: A heart of pity, of sympathy, or sadness
hito誹妬Schmähung und Eifersucht; II, 7 
Gesetz (Buddha's); die Lehre; Dharma**auch: 法門. Pali: dhammo, das „Wunderding“. Das 2. der „drei Kleinodien/Juwelen (三寳)“
hōban寶幡„Schatz“-Banner; II, 16vereinfacht: 宝幡
法幢 hatahoko Buddhistische Banner
hōben法便Mittel, Art und Weise; II, 2 
hō-e法會 geistliche Versammlung; II 291: Buddhist memorial service
2: buddh. (Toten-)Messe
hōfuku法服geistlich Gewand; II, 15die Robe
hōji法事geistliche Dinge. III, 16; II, 151: Buddhist memorial service
2: Buddh. Totenmesse
4S: Religious affairs, e.g. assemblies and services; discipline and ritual. 中陰法事 The means used (by the deceasedʼs family) for ensuring a favorable reincarnation during the intermediate stage, between death and reincarnation.
hōjō放生Leben freilassen. I, 30; II, 51: setting birds free
4S: Release living creatures as a work of merit.
林垣徳; 〈殺生放生説話〉 の成立と展開; in: 国語と国文学, 49巻 2号( 昭47年 2月)
hōkai法界Dharma-Welt. III, 381: Buddhismʼs universe
skr.: dharmakṣetra
hō-on報恩Wohltatsvergeltungs(feier) für ToteTo acknowledge, or requite favours.
hō-on報怨Vergeltung und Rache 
hoppō muryō jōdō北方無量浄土das unermeßliche Reinland des Nordens浄土 „Reines Land“; Paradies
hōshi法師Dharmameister. I, 28; II, 35; III, 16, 24dagegen:文學法師 einer der den Schriften nach lehrt, ohne den Sinn erfaßt zu haben [法師人: Pedant]
hōsō法僧Dharma-Mönch 
hosshin發心Entfaltung des Herzens; Bekehrung; I, 15; II, 2; III, 25
hosshin法身Dharma-LeibH. B.: „Gesetzes-Leib“, der „geistige Leib“ die erste der 3 Leibesformen jedes Buddha's. Vgl. H 362; Eitel unter Dharmakāya [4S: the absolute or spiritual body]
hotsug[w]an發願ein Gelübde tunvereinfacht: 発願
hōzō寶藏Schatzkammer; Vor. Iauch:寳藏; vereinfacht:宝蔵
4S: Treasury of precious things, the wonderful religion of Buddha.
hyōkei憑敬ehrfürchtig; sich verlassen auf; II, 34
hyōsō表相Vorzeichen; III, 38Vgl.: Bohners .pdf Assyrische und chinesisch-koreanische Omina-Texte Referat, OAG "Nachrichten" No. 41 (1936), S. 33-42

*) hachizaikai: 1) nichts Lebendes töten; 2) nicht stehlen und rauben; 3) nicht unzüchtig noch lüstern sein; 4) nicht falsch reden; 5) nicht berauschende Getränke trinken; 6) nicht sich mit wohlriechendem Öl salben noch sich schmücken; 7) nicht Tanz noch Theater sehen noch hören; 8) nicht auf hohem und prächtigem Lager ruhen. Nach andrer Fassung werden 6 und 7 als eins gezählt und als achtes: „nicht zur Unzeit essen“ hinzugefügt. Ausdrücklich wird gesagt, das Halten dieser acht Fastengebote für einen Tag und eine Nacht bringe „wunderbare Frucht.“ Im wesentlichen entspricht dies den Upavāsaka-Regeln des Theravada, die von Gomin [Anāgārika] einzuhalten sind. Die sich daraus herleitenden Mönchsregeln sind im Vinaya detailliert beschrieben. 3: Vom Vinayapitakam besitzen wir bereits eine genügende Auswahl von Übersetzungen, die Oldenbergs und Rhys Davids in den Sacred Books of the East (Bde. XII, XVII und XX, Oxford 1881-85).

**) Dharma: Trivedi (Philosophy of Buddhism, New Dehli 1997, S 47f), gibt die folgende, für die Sarvastivada- und Abhidharma-Schulen gültige Definition:

The conception of a dharma is the central point of the Buddhist doctrine. In the light of this conception Buddhism discloses itself as a metaphysical theory developed out of one fundamental principle, viz., the idea that existence is and interplay of a plurality of subtle, ultimate, not further analysable elements of Matter, Mind, and Forces. These elements are technically called dharmas, a meaning which this word has in this System alone. Buddhism, accordingly, can be characterized as a System of Radical Pluralism (sanghata-vada): the elements alone are realities, every combination of then is a mere name covering a plurality of separate elements. The moral teaching of a path towards Final Deliverance is not something additional or extraneous to this ontological doctrine, it is most intimately connected with it and, in fact, identical with it.
The connotation of the term dharma implies that …

  1. Every element is a separate (pathak) entity or force.
  2. There is no inherence of one element in another, hence no substance apart from its qualities, no Matter beyond the separate sense-data, and no Soul beyond the separate mental data (dharma = anatman = nirjiva).
  3. Elements have no duration, every moment represents a separate element; thought is evenascent, there are no moving bodies, but consecutive appearances, flashings, of new elements in the new places (kshanikatva).
  4. The elements cooperate with one another (saskata).
  5. This co-operating activity is controlled by the laws of causation (pratitya-samutpada).
  6. The world-process is thus a process of co-operation between seventy two kinds of subtle, evanascent elements, and such is the nature of dharmas that they proceed from causes (hetu-prabhava) and steer towards extinction (nirodha).
  7. Influenced (sasrava) by the element avidy [basic ignorance], the process is in füll swing. Influenced by the element prajña [transcendent comprehension and understanding], it has a tendency towards appeasement and final extinction. In the first case streams (sanatana) of combining elements are produced which correspond to ordinary men (pathag-jana); in the second the stream represents a saint (Anja). The complete stoppage of the process of phenomenal life corresponds to a Buddha.
  8. Hence the elements are broadly divided into unrest (dukkha), cause of unrest (dukha-samudaya = avidya), extinction (nirodha), and cause of extinction (marga =prajna).
  9. The final result of the world-process is its suppression, Absolute Calm: all co-operation is extinct and replaced by immutability (asaskata = nirvana).

4S: dharma is from dhara, holding, bearing, possessing, etc.; and means 'that which is to be held fast or kept, ordinance, statute, law, usage, practice'; 'anything right.' M.W. It may be variously intp. as (1) characteristic, attribute, predicate; (2) the bearer, the transcendent substratum of single elements of conscious life; (3) element, i.e. a part of conscious life; (4) nirvāṇa, i.e. the Dharma par excellence, the object of Buddhist teaching; (5) the absolute, the real; (6) the teaching or religion of Buddha; (7) thing, object, appearance.

I
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ikei異形(ganz) andre Gestalt; III, 34H. B.: so wie die Buddhas und die vom Gewöhnlichen Befreiten, göttliche Kräfte gebrauchend, sich in andre Gestalt zu verwandeln mögen.
iken威驗Numen-Erweisvereinfacht: …験
ing[w]a
inga
因課Ursache und Frucht出雲路修; 因果の諸相日本霊異記; in: 岩波講座日本文学と仏教, 2 (平6年 1月)
innen因縁Ursache und Grund; I, 30, III, 17Das erste, die grundlegenden Bedingungen z. B. bei der Pflanze der Same, Keim; das zweite die begleitenden Bedingungen, z. B. bei der Pflanze Regen, Sonnenschein.
森正人; 因縁の時空ー日本霊異記の説話と表現; in: 国語と国文学, 65巻 5号 (昭62年 5月)
inshin隠身verborgener Leib
irokai色界skr.: rūpadhūta „Welt der Form(en),“ *
iryoku威力Numen-Kraft, verborgene Kraft. I, 6
inten卯點Signum; III, 9
i-shin威神ehrfuchtsgebietende Göttlichkeit, Numen-Gott. I, 18skr.: prabhāva
4S: awe inspiring majesty or gods, spirits
itsuku(rituell) fastenrituell sich reinigen; durch rituelle Reinheit schauend ehren

*) im Ggs. zu 煲色界, „Welt ohne Form“ (Leere). Zu rūpam (körperliche Form) siehe Grimm, Georg; Die Lehre des Buddho; Wiedbaden 1979 (Löwit), S. 35-; Orig.: 1915. Grimm glaubte eine Art 'Urbuddhismus' entdeckt zu haben und interpretierte das 'Nirvana' nicht als 'endgültiges Verlöschen'.
In der Hinayana-Tradition der Vipassana-Meditation gilt das „Wissen der Auflösung von nāmā-rūpa als das fünfte ñāna (Bahngāñāna) Stufe auf dem 16stufigen Pfad zur vollen Erleuchtung.
4S: or rūpāvacara, or rūpaloka, any material world, or world of form; it especially refers to the second of the Trailokya.

J
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ja-in邪婬UnzuchtEhebruch
vereinfacht: 邪淫
s.o. gokai
jaken邪見böse, ketzerische Absicht
skr: mithyā
1: cruelty, hardheartedness; wrong view
4S: Heterodox views, not recognizing the doctrine of moral karma. Perverse views, which, denying cause and effect, destroy the foundations of morality.
ji no fune慈の舟Schiff der Barmherzigkeit; Vor. I
jido自度
和度
; I, 19; III, 10selbstordinierter [mit oder ohne Präzeptor] Mönch (mangels Genehmigung durch Gembaryō) dann üblicherweise 沙彌/沙彌尼 shami/shamini genannt. („Legitimiert“ im apokryphen 占察善惡業報經 T. 839, kurz Sen zatsu kyō)
vgl. 5: S18-29: „State control of the sangha …“
4S: self-release by the attainment of gnosis, or wisdom
山口敦史; 日本霊異記の「自度」について―〈私度僧の文学〉を考える; in: 日本文学論集, 16号, (平4年 3月)
jigen示現sich zeigen und erscheinen; III, 28*
jikai持戒die Gebote halten; II, 33skr.: śīla
6: Einhaltung der Gebote; Wahrung der Selbstdisziplin
jiko慈顧barmherzige Beachtung; I, 12
jikyō持經Sutra halten, besitzen; I, 19H. B.: stehender Ausdruck: jikyō heißt das Sutra, das man in der Hand hält und das man beim lesenden Rezitieren verwendet. Jikyō-ja wird besonders der, der das Hokke-Sutra (法華經) hält und rezitiert.
jinkō神功göttlich Verdienst; Vor. I
jishin慈心erbarmend Herz; I, 161: benevolence, mercy
4S: A compassionate heart
jōdō浄土田崎篤朗; 『日本霊異記』に見られる末法観と浄土信仰; in: 季刊日本思想史, 40 (平 5年 1月); 魚尾孝久; 日本霊異記と上代浄土教; in: 国文学踏査, 15号 (平 1年 3月)
jōgyō浄行reiner Wandel; I, 26; III, 39
jōjū (fuhen)常住不變ewig weilend (ohne Wandel); II, 234S: 常住 perpetual abode [in Nirvana] = permanent, eternal; nothing having been created nothing can be destroyed; Hīnayāna limits the meaning to the state of nirvana, no more births and deaths; Mahyāna in its Mādhyamika form extends it universally, no birth and death, no creation and annihilation.不變 immutable
jōsho浄處„reiner Ort“vereinfacht: 浄処
jūbaku咒縛Verwünschung; Zauberspruch
jūgo咒護Mantra-Schutz; III, 34咒 skr.: dhāraṇi
für Mantra heute allgemein: 真言 shingon "mantra, quintessential word, Mantrayana, Shingon, Sino-Japanese esoteric Buddhism, originating in the eight century"
jūgwan呪願 „Segen“ spenden (lassen) II, 16syn: 咒願 jugan
juhō咒法Mantra-Weise; Mantra-Dharma; I, 28Die ch. Übersetzung von 真言 für Mantra prägten Śubhakarasiṅha (637-735), Vajrabodhi (671-741) und Amoghavajra (705-77), davor war für jede Art Beschwörungsformel dieses Zeichen üblich.
jūji十地die zehn Welten bzw. Stufen; Vor. I**skr.: daśabhūmi
jūji誦持rezitieren (und) besitzen; I, 18
jūkai受戒die Gebote auf sich nehmen, empfangen; II, 241: Buddh. confirmation; becoming a Buddhist
jisei jukai 誓受戒自 siehe: jidō
jūkyō誦經Sutren rezitieren; I, 11vereinfacht:誦経
juryoku咒力Mantra-Kraft
jūken十善die zehn Guten (Dinge)***skr: daśakuśala
4S: The ten good characteristics, or virtues, defined as the non-committal of the ten evils

*) 1) Buddhas und Boddhisatvas erscheinen sichtbar vor den Augen des Gläubigen; 2) erscheinen in verwandelter Gestalt zur Rettung der Wesen.
**) H. B.: 10 Stufen, den Irrtum der Unwissenheit abzustreifen, zur ewigen Wahrheit (shinnyo) emporzusteigen. [Detailliert in Anm. zum Vorwort I]
***) Der positive Gegensatz zu dem Zehnfach Bösen: 1) (mit Vergnügen) Leben töten, 2) stehlen (selbst ein Gras oder eine zerbrochene Nadel), 3) sexueller Verkehr, 4) lügen in Gedanken, Gelübden oder Taten, 5) Wein verkaufen, 6) übelreden, die Fehler andrer hervorheben, 7) sich selbst rühmen und andre schmähen, 8) unwirsch geben, was andre erbitten, 9) zürnen, andren nicht vergeben, 10) die Drei Kleinodien gering machen.

K
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
Beachte: Bohners unreformierte Umschrift kw… wurde zur Sortierung beibehalten.
kada伽陀gāthāAuch: ge. In Versform gehaltenen Zusammenfassung [eines Sutrentextes]; „preisendes Lied.“
kago加護Schutz gewähren; III, 44S: Divine or Buddha aid or power bestowed on the living, for their protection or perfection = 加被; 加祐; 加備
kaibyaku開白Augen-EröffnungH. B.: 1) bei Beginn einer geistlichen Handlung (hoji) die Opfer usw. dem Buddha ansagen. 2) der erste Tag der Lehrversammlung
4S: To start from the bare ground; to begin a ceremony
kaishi芥子Senfkorn; I, 29*skr.: sarṣapa
kaishu戒珠„Perle der Gebote“; I, 22; III, 30H. B.: buddh. Ausdruck, die durch Halten der Gebote erlangte edle Reinheit bezeichnend. Ebenso der folgende Ausdruck „Spiegel des Wissens“ III, 30
H. B.: Ein bekannter Vergleich der Kraft, das Unrecht abzuwehren und Böses nicht zu tun, mit einem Edelstein in trübem Wetter.
4S: The commandments, or rules, are like pure white pearls, adorning the wearer
kakujitsu過失Fehle; II, 39
kaminagi神司Gottes-Dienstleute I, 1Priests
kaminagi卜者Divinator(in); II, 16Das sōni-ryō in Art. II verbot Mönchen das Wahrsagen.
H. B.: Besitz nehmen, besessen machen (託 kuruu)
1: Lesung bukusha
kan-byō看病Krankheit besehen; nach den Kranken sehen. III, 34, 364S: To nurse the sick; also to attend a patient medically
kannō感應Erhörung; I, 84S: Response to appeal or need; Buddha moved to respond
Anm. 2 zu: I, 8
kanro甘露süßer Tau; Ambrosia
kanshin漢神Han-Gottheit; II, 5H. B.: kan, chin. Han ist der Name des bekannten Flusses, dann der Gegend, in der Folge Chinas überhaupt; außerdem Bezeichnug der Milchstraße. shin jp.: kami, doch hier nicht ein shintoistischer Gott mit jinsha-Schrein, sondern mit ch. Ahnentempel (廟 miao), hernach Teufelsgottheit, Dämonengottheit (kishin) genannt.
keibatsu刑罰(peinliche) Strafe; I, 7
keinen敬念ehrend in Andacht haltend; III, 12
kekuwa悔過Pönitenz, Buße; II, 21vgl. zanke
skr.: kṣamā
keiso傾巣das alte Nest umstürzen; Vor. III
kenjutsu驗術Erweis-(kraft-)kunst; I, 28vereinfacht: 験術
久保田展弘; 仏法の験術広大なり―役小角の説話が意味するもの; in: 新編日本古典文学全集, 10, (平7年8月)
kenryoku驗力Erweiskraft; I, 31
kentoku驗徳Erweis-Wesenskraft; I, 31
kesa袈裟geistliche Schärpe; III, 15. skr.: kaāṣāya
keshin化身verwandelter Leib**; II, 29skr.: nirmāṇakāya
vgl. 化 „umwandelnd Einfluß üben“
吉田靖雄; 『霊異記』の行基文殊化身説をめぐって; in: 日本仏教, 46号 (昭 53年 11月)
keshū化主Verwandlung-Herr, geistlicher Führer; III, 19H. B.: so heißt Amida, der keshū des Reinen Landes, des Paradieses; so: Shaka derjenige der Saha (vergänglichen Welt).
4S: The lord of transformation, or conversion, i. e. a Buddha; also one who exhorts believers to give alms for worship: also an almsgiver.
ki-e帰依anhangend vertrauen
ki-i奇異Wunder; Vor. III4S: Extraordinary, uncommon, rare
kikei帰敬verehrend anhangend 
kinkei欽敬hoch ehren; I, 7 
kishin帰信anhangend glauben
kishin鬼神Dämonen und Götter; II, 51: onigokoro wicked heart
関根章恵; 日本霊異記に見る諸仏の仏像と鬼; in: 東京成徳国文, 11号 (昭63年 3月); 宮西由佳; 鬼と陀羅尼; in: 花園大学国文学論究 28 (平 12年 12月)
kōdoku講読Vortrag und Lesung; II, 19; III, 9; III, 9, 23
kōshi講師Vortrags-Meister2: der Lektor, Lehrbeauftragte
4S: An expounder, or teacher
kōshiki講式Zeremoniale (für Sutrenlesung)„Rezitationsmesse,“ sletener „Litanei“ oder „Ritual.“ Derartige Texte werden, obwohl sie meist erst im Mittelalter entstanden, einigen im NR erwähnten Personen ( Saichō, Kukai usw.) legendär zugeschrieben. (Detailliert dazu Gülberg (1999)). Annähernd synonym sind: 講私記 [こうしき] , ~講会 [こうえ] , ~作法 [さほう] oder ~略要 [りゃくよう] … Heute eher der buddhistischen Zeremonialmusik (声明 [しょうみょう] ) zugerechnet, da der Text (shikimon) üblicherweise in einem melodischen Rezitativ vorgetragen wird.
kōshin孝心kindesliebend Herz; pietas***
kotsujiki
kojiki
乞食Speise bettelnd; III, 15auch: 乞者 (II, 15)
4S: To beg for food, one of the twelve dhūtas prescribing outward conduct of the monk; mendicancy is the right livelihood of a monk, to work for a living is an improper life: mendicancy keeps a monk humble, frees him from the cares of life, and offers the donors a field of blessedness; but he may not ask for food.
出雲路修; 乞食・逃亡者; in: 古代文学講座, 6 (平6年 12月)
kotsujiki-zo乞食僧Bettelmönch; I, 15auch: 托鉢偾 takahatsusō
kōyō孝養kindlich liebend ernähren, sorgen für; I, 18, 23, 24H. B.: Der Ausdruck wird bald in konkretestem Sinne („ernähren“), bald in weiterem („sorgen für“), bald überhaupt für treue kindliche Liebe gebraucht.
kōza講座Sitz des Vortragenden; II, 15Von 講 ko(suru) vortragen, den Vorsitz führen
kudoku功徳Verdienstskr.: guṇa
6: verdienstvolle Tugend
kugō口業Werk des Mundes4S: (1) The work of the mouth, i.e. talk, speech. (2) The evil karma produced by the mouth, especially from lying, double-tongue, ill words, and exaggeration.
kuru(u)besessen machen; [den Geist andrer] in Besitz nehmenvgl. takusen
kuyō供養Opfer; opfernd darbringen; I, 30; II, 15, 24H. B.: opfern-nähren; KS „opfere Speise“ (besonders für die Geister der Dahingeschiedenen.
2: die Totenmesse
4S: To make offerings of whatever nourishes, e. g. food, goods, incense, lamps, scriptures, the doctrine, etc., any offering for body or mind
kwaija
kaija
廻邪das Böse meiden; I, 15vgl. shūzen
k[w]aikajigoku
Kega-jigoku
灰河地獄Aschenfluß-Hölle; II, 104S: 灰河 A river of lava or fire, reducing all to ashes
5: eine der 16 Unterhöllen die Teil der 8 „heißen Höllen“ sind.
kwanjō
kanjō
勸請(den Priester) (förmlich) herbeibitten; II, 16vereinfacht:勧請, skr.: abiṣeka
4S: beseeching (all Tathāgatas to rain down the saving law)
6: den Kopf mit Wasser begießen [als Weihezeremonie]
kwōmyō
kōmyō
光明Lichtglanz1: light, hope, bright future; halo
4S: =光徳國 Avabhāsa, the kingdom of light and virtue, or glorious virtue, in which Mahākāśyapa is to be reborn as a Buddha under the name of Raśmiprabhāsa
kyōge教化belehrend umwandeln; III, 24S: To transform by instruction; teach and convert; to cause another to give alms
kyōgyō經行Sutren lesend wandeln; II, 26H. B.: b.T. herkommend von dem Auf- und Abgehen beim Sutren lesen, gleich行道 in der Lesweise gyōdō, was außerdem noch Prozession um Statue und Tempel bedeutet.
kyōji經師Sutren-Meister, -Schreiber; III, 184S: A teacher of the sūtras, or canon in general
kyōji脇士Trabant, Seiten-Statue; III, 174S: The two attendants by the side of Amitābha, i.e. Guanyin and Mahāsthāmaprāpta; also the two by Yaoshi, the Master of Medicine, i.e. sunlight and moonlight; also the two by Śākyamuni, i.e. Mañjuśrī and Samantabhadra
kyōjin凶人der Unheilvolle; III, 33
kyōkei恭敭ehren, verehren; I, 261: respect, reverence, veneration
2: Ehrerbietung, Hochachtung
kyūdō求道den WEG suchen; II, 2
kyujūkyuoku kyōgasa [no] shobutsu九十九
億恒河
沙諸佛
die 99 Hundert-Millionen Gangessandgleich zahlreichen Buddha; III, 1

*) 1: gomi, akuta rubbish, dust
2 auch: keshi Mohn(samen)
4S: Mustard seed. (1) A measure of length, 10,816,000th part of a yojana. (2) A weight, the 32nd part of a raktikā, 2 3/16 grains. (3) A trifle. (4) On account of its hardness and bitter taste it is used as a symbol for overcoming illusions and demons by the esoteric sects. (5) The appearance of a Buddha is as rare as the hitting of a needleʼs point with a mustard seed thrown from afar.
Vgl.: Neunte Rede „Der Tor und der Weise“ [Aus der Mittleren Sammlung: 13. Teil. Buch der Armut, S. 111; dazu Anm. 472 in Bezug auf das „Kamel durchs Nadelöhr …“]
**) H. B.: eine der drei Leibgestalten Buddhas gleich 應身 der entsprechende, dem Verhältnis der Menschen sich anpassende Leib.
1: (Buddhist) incarnation; personification; impersonation
4S: Buddha incarnate, the transformation body, capable of assuming any form (for the propagation of Buddha-truth)
6: der Verwandlungs- bzw. Erscheinungs-Körper
***) Hier wohl im Sinne des Zeitgeistes (kokutai), auch als pietas in patriam. Zur Zeit von Bohners Übersetzung, hatte man davon auszugehen, daß die vorliegenden legendären Texte der „Reichsgeschichten“ historischer Wahrheit entsprächen. (Historisch objektive Forschung wurde als Blasphemie und lèse-majesté verurteilt und führte zu teilweise langen Haftstrafen für die betroffenen Wissenschaftler.) Von allen buddhistischen Schulen wurde der Kōdō bukkyō („Kaiserwegs Buddhismus“) unterstützt bzw. Kōkoku Zen praktiziert. Dabei wurde die Eroberung Chinas und die damit verbundene Ermordung von Millionen als „Mitleidstat“ gerechtfertigt. Der wohl im Westen bekannteste Vertreter war D. T. Suzuki, der es allerdings schon 1946 für opportun hielt, seine Vorkriegsmeinungen zu revidieren (jedoch nur in seinen fremdsprachigen Werken. Für ein deutsches Beispiel einer derartigen „Erleuchtung“ siehe die Biographie von Graf Dürckheim.) Seitens der Rinzai-Sekte (mit allen ihren Schulen) hat bis heute keine Aufarbeitung der „Fehlinterpretation“ der Lehre des Buddha stattgefunden. Andere Sekten haben, immerhin schon ca. 50 Jahre nach Kriegsende, mit einer Aufarbeitung begonnen.

Zusätzliche Quellen:

Bohners Abkürzungen „H. B.“ sind Anmerkungen Bohners, von andrer Stelle in diesem Abschnitt eingefügt.

[1] Nelson, Andrew; The modern Readerʼs Japanese-English Dictionary; Tōkyō 21965 (Tuttle). Daraus auch Regierungszeiten und Ära-Namen.
[2] Hartmann, Rudolf; Wernecke, Wolfgang; Japanisch-Deutsches Zeichenlexikon; Leipzig 1977 (Enzyklopädie), 51994 (Langenscheidt); ISBN 3-324-00368-7
[3] Neumann, Carl Eugen; Die Reden des Buddha; Berlin 2002 (Directmedia Publishing); Sert.: Digitale Bibliothek, 86
[4] Weitere Referenzen nach dem Digital Buddhist Dictionary basierend auf dem “Composite of East Asian Buddhist Lexicographical Sources.” (Haupt-)Bearbeiter: Urs App, Christian Wittern, Charles Muller, Michel Mohr, Hur In-Sub;
[4S] als Quelle Soothill in obigem. A. C. Muller (404: 2013-02-25). (Informativ. Beachte Stand der Wissenschaft bei Erscheinen 1937!)
[5] Nakamura Kyoko Motomochi [Übs., Hrsg.]; Miraculous stories from the Japanese Buddhist tradition – the Nihon ryōiki of the monk Kyōkai; Cambridge 1973 (Harvard University Press); Richmond (UK) 1997 (Curzon); 322S; ISBN [1997] 0-7007-0449-3
[6] Kleine, Christoph; Li Xuetao; Pye, Michael; Multilingual Dictionary of Chinese Buddhism – Mehrsprachiges Wörterbuch des chinesischen Buddhismus; München 1999, Sert.: Buddhist Studies, 3; ISBN 3-89129-692-4; eMail: Herausgeber