Buddhistische Termini

用語集

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Der beigegebene deutsche Ausdruck ist oft nur ein Hinweis auf den Sinn, der anderwärts ausführlich gegeben ist. Meist ist nur eine Textstelle als Beispiel gegeben, vor allem, wo auf erklärende Anmerkung verwiesen ist. – Ämter, buddhistische Wesen u. a. siehe „Ritsuryō“ bzw. die Exkurse zum jeweiligen Thema. Zahlreiche hier gegebene Kanji erscheinen in der unreformierten Schreibung.

Das „Verzeichnis einiger, vor allen buddhistischer Ausdrücke des Ryō-i-ki,“ erscheint bei Bohner in Band II ab S. 84. In der vorliegenden Bearbeitung wurden teilweise die Verweise aus seinen Anmerkungen eingefügt, sowie die Bedeutung eines Wortes aus anderen Quellen ergänzt bzw. vertiefend erläutert. Diese Quellen sind am Seitenende aufgeführt.
Beachte, daß 佛 = 仏, 釋 = 尺, 藥 = 薬, 會 = 会, 獨 = 独, 學 = 学 usw.

A
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
akudō悪道Reich der Qual; III, 371: wrong course, evil course
2: Abweg
akugyō悪行böser Wandel1: “akko” misdeed, wickedness, wrongdoing
2: die böse Tat
akuhō悪報böse Vergeltung
akushi-hō悪死報schlimmen Todes Vergeltung
anbutsu安佛Buddha aufstellen
ama
阿摩
NonneAlte chinesische Lesung von 尼, wohl aus Indien übernommen, vgl. Pāli ammā bzw. skr. ambā. Konnte sowohl eine vollordinierte bhikṣuṇī, als auch eine fromme Frau bezeichnen (für letzteres in K auch: 家の尼 ie no ama).
8.-13. Jhdt. auch: 大尼 daini „voll“ Ordinierte oder als respektvolle Anrede (oho-amagimi), 小尼 shōni Novizin, syn. 沙彌尼.
anchi安置als Heiligtum aufstellen; III, 171: enshrinement; installation of an image
ango安居會
阿含會
Regenzeit-Rastzeit (Oft gleich 夏中) (Versammlung); III, 191. ankyo, angyo an easy life
3: Digha-N. 19. Rede und Anm. 605 („Wer die vier Monate der Regenzeit [pali: vassa] einsam verbringt, in erbarmende Schauung einkehrt, der kann Brahma sehn, mit Brahma sprechen, Rede führen, Rat pflegen.' Wie, wenn ich nun die vier Monate der Regenzeit einsam verbrächte, in erbarmende Schauung einkehrte?“
dazu Anm 605: Die vier Monate der Regenzeit einsam zurückgezogen an nur einem Orte zu verbleiben ist altvedische Asketenregel. Vergl. die schönen Ausführungen BÜHLERS im zweiten Bande der Epigraphia Indica S. 262-265 und Mittlere Sammlung S. 563. Im Orden Gotamos sind drei Monate die untere Grenze: die ersten, bez. die letzten vierzehn Tage der Regenzeit können, als weniger belästigend, wieder wie gewöhnlich zur Wanderung von Ort zu Ort verwendet werden. Der Mönch hat demnach mindestens von Mitte Juli bis Mitte Oktober die Regenzeit zu halten. … – Das Glück dieser Einsamkeit als höchstes Gut aufzuweisen ist ein oft wiederholtes Thema in den Liedern der Mönche …
)

[4S] Tranquil dwelling. (varṣā, varṣās, or varṣāvasāna. A retreat during the three months of the Indian rainy season, and also, say some, in the depth of winter. During the rains it was 'difficult to move without injuring insect life'. But the object was for study and meditation. In Tokhara the retreat is said to have been in winter, from the middle of the 12th to the middle of the 3rd moon; in India from the middle of the 5th to the 8th, or the 6th to the 9th moons; usually from Ōrāvaṇa, Chinese 5th moon, to Aśvayuja, Chinese 8th moon; but the 16th of the 4th to the 15th of the 7th moon has been the common period in China and Japan. … The period is divided into three sections, former, middle, and latter, each of a month.)
ango-e安居會Regenzeit-Rastzeit-Versammlung; in Japan im Sommer, daher einfach Sommer genannt 
anyō安養Seligkeit, Paradies= jōdō
arakankwa阿羅漢果Arhatschaft; III, 19syn.: 禮經
B
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
biku比丘I, 5 buddhistischer Priester, Mönch; vgl. shakubikuni Nonne
Pali: Bhikkhu(ni); skr: bhikshu
6: = 乞士
bompu/td>凡夫der gewöhnliche (skr.: prthagjaṇa, im Gegensatz zum Erleuchteten („Edlen“).
Bompu moshi shiraba, sunawachi kore seijin, / Seijin moshi e seba, sunawachi kore bompu.
„Erlangt der Laie {Simpelton} Wissen, wird er ein Weiser / Erlangt ein Weiser Verstehen, wird er zum Simpelton.“ Zenrin Kushu)
Mensch; I, 4; III, 39
bonnō煩悩Leidenschaft-Wirrsal; sündige Leidenschaft III, 331: evil passions, carnal desire
bosatsu菩薩Bodhisattwa; II, 7Bodhisattva, der bodhi (Erleuchtung) Gewordne, nachststehend den Buddhas
buppō佛法Buddha-Gesetz1: Buddhism;
2: die Lehre des Buddha
busshō佛性Buddha-Natur; Vor. II1: alternativ hotokeshō
2: auch 'der buddhistische Geist'
4S: buddhatā. The Buddha-nature, i.e. gnosis, enlightenment; potential bodhi remains in every gati
butsudō佛堂Buddha-Hallewohl auch „Meditationshalle“
butsu-dō佛道Buddha-Weg; Buddha-Lehre; „suchen“ motomeru zu erlangen suchen, erstreben. Synonym mit bukkyō. II, 35„höchster WEG“
butsumetsu佛滅Buddhas Sterben; II, I73: II. Teil 3. [= 16.] Rede „Erlöschung“
butsushi佛師Buddha-Verfertiger; II, 392: Maler/Schnitzer von Buddha-Bildnissen
„Herrgottsschnitzer“
butsuzō佛像 Buddhastatue; II, 2 (u. a.) 
byaku-i
byaku-e
百衣Weißgewandiger; im K: ein Laie (); G: Ubasoku 
C
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
chigoku池獄Hölle; I, 30; II, 5, 7, H. B.: K(u)waika-jigoku
池獄行 jigokuyu(ki) „zur Hölle fahren“
chigyō智行Wissen und Wandel
chisha智者„Wissender;“ (im Ggs. zum 愚者 „Tor.“ der um die Dinge des Glaubens, d. h. besonders der um die spätere Existenz Wissende)bW: Inkarnationsheiliger; Heiliger in verwandelter Gestalt
1: wise man; sage
chishiki知識Fachmann2: Wissen, Kenntnisse
chūshin忠臣der treue Diener (Minister). [Ein das ganze Leben des Ostens erfüllendes Wort konfuzianischer Prägung.]Dagegen: „Ein guter Knecht, bleibt immer Knecht!“
1: loyal subject, faithful retainer
2: treuer Untertan
D
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
daibyakugosha大百牛車großes Ochsengefährtin Abe: Shōtōku
dai-e大會große (geistliche) Versammlung
dai-hō-e大法會große Dharma-Versammlung; III, 35
daihōshi大法師großer Dharma-Meister
daijō大乗das große GefährtPali: Mahāyānam
daitoku大徳(Groß-Wesenskraft,Groß-Tugend), ehrende Kleriker-Bezeichnung; II, 81: (virtuous) priest; man of wealth.
skr.: bhadanta
Im alten Japan Klerikern ggü. allg. gebraucht.
danochi
taniochi; dan'otsu
壇越Patron, GemeindemitgliedH. B.: Dan-otsu, skr.: Dāmapati („Spendeherr“). BW: … im weiteren Sinne Bezeichnung der Gemeindemitglieder, der Anhänger, Gläubigen überhaupt.
danshū壇主Altar-Herr; I, 10
darani陀羅尼MantraVgl. 咒 jū[go]
4S: Mantra; an incantation, spell, oath, curse; also a vow with penalties for failure. Mystical, or magical, formulae employed in Yoga. In Lamaism they consist of sets of Tibetan words connected with Sanskrit syllables. In a wider sense dhāraṇī is a treatise with mystical meaning, or explaining it.
Bezeichnet i.d.R. längere Formeln als 真言.
dekirui溺類„die ertrinkende Schar“; Vor. I 
dentō偣灯„Lichtbringer“偣… in der Bedeutung: Legende, Tradition
Dentō ist eine der 760 eingeführten Klerikerrangstufen. Bezeichnet auch jmd. der völlig in die Lehren Buddhas eingedrungen ist und so von ihnen erfüllt ist, daß er das Licht (Buddha’s) weiterstrahlt.
deshi弟子Jünger, Schüler1: child, boy
dōji
warawa
童子Tempelbursche („Cherubim“); I, 3; III, 6skr.: kumāra
5: acolyte
Unordinierter Junge unter 20 Jahren, der im Tempel lebt/hilft.
dōjō道場Heiligtum (skr.: Bodhimanda, platform of bodhi, oder Diamantenthron [Vadjrāsana] “the terrace, said to have raised itself out of the ground, surrounding the Bodhi-rums (Bodhi-baum) where all Bodhisattvas sit down, when about to become Buddhas. This ground, said to be solid as diamond, is believed to form the navel (centre) of the Earth” (Eitel); späterhin allgemeine Bezeichnung für heilige Stätten (Tempel, Klöster u.s.f.), sowohl zum Zwecke des Hörens der Lehre als geistige Exezitien (BW).) 1: auch “Buddhist seminary”
I, 5
syn.: 法場1
doku-kaku獨覚„allein Erwachender.“ Andre Bezeichnung für 縁覚 enkaku, eine Heiligkeitsstufe der Buddhaschaft.ausführlich in: Eitel S. 123 Eitel S. 123, BW 603; 81
dokushi読師Lese-MeisterIII, 35: Der zweitoberste der 7 geistlichen Dienst tuenden bei der Messe
dōshi導師geistlicher Leiter1: officiating (Buddhist) priest
2: der seelsorgerische bzw. zelebrierende (buddh.) Priester(mönch)
4S: nāyaka; a leader, guide, one who guides men to Buddhaʼs teaching; applied also to Buddhas and bodhisattvas, and to the leaders of the ritual in Buddhist services
dōshin道心Weg(tao)-herzKonfuzianischer, wie buddhistischer Terminus. (H. B.: II, 8: Die beiden Zeichen ein konfuzianischer wie buddhistischer Terminus. Im Konfuzianismus wird dem „Herz des Tao“ das gewöhnliche Menschenherz gegenübergestellt. Buddhistisch wird Tao-shin (jp.: dōshin) auch Bodhisattva-Herz genannt, das Herz, das nach Erlangung der Buddhaschaft strebt.) Im Konf. wird dem „Herz des Tao“ das gewöhnliche Menschenherz gegenübergestellt. Auch „Bodhisattva-Herz“
1: moral sense; piety, faith
2: sittliches Empfinden; der religiöse Sinn; buddh. Priestermönch
dōzoku道俗Geistliche Kenner und LaienI, 7: Das erste mag bedeuten: 1) buddh. Priester und Mönche, 2) taoistische, 3) Männer vom Fach, Kenner
1: priests and laiety
F
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
fukubun福分Segens(los)-Teil; I, 11; II, 28 II 34 
fukuden福田Segensfeld; [eine Bezeichnung für die] buddh. Robe I, 31; II, 28; III, 17Mit dem Begriff „Felder des Glückes“ werden in der buddhistischen Lehre jene Wesen bezeichnet, denen die Darbringung von Opfergaben, besonderer Respekt oder aber die Gabe von Almosen gebührt. Hierzu zählen insbesondere Mönche, aber auch die eigenen Eltern, Bedürftige und Kranke. Für den Laienstand bilden diese Wesen daher den „Boden für den Erwerb von Verdiensten.“
Fukudenkai (福田会) sind dem Sōtō-Zen (in der von Sawaki Kōdō und Hasimoto Ekō propagierten Spielart) nahestehende, gemischte Gruppen aus Ordinierten und Laien, die zusammen von Hand Roben nähen. Diese weichen von der standarmäßigen Sōtō-kesa ab.
fukujū福聚Glücksfülle; III, 9Ansammlung (Fülle, Menge) von Segen und Glück bedeutend.
fukutoku福徳Segen-Wesenskraft 
fuse布施Almosen, Spenden4S: dāna, giving what others like, in order to lead them to love and receive the truth
fushigiryoku不思議力Wunderkraft; II, 6, 28
fūjū諷誦Gesang und Rezitation
G
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
naikyō内經die internen Schriften (die buddhistischen Sutren [kyō]), Vor. Ivgl. gesho
namu南無Anrufung. Transliteration von skr. namas4: (Skt. namas; Pāli namo) To take refuge in; submit oneself to, from to bend, bow to, make obeisance, pay homage to; an expression of submission to command, complete commitment, reverence, devotion, trust for salvation, etc.
nangyō難行Askese; I, 10
nengoro
nemokoro
慇勤mit ganzer Seele; I, 31
gaki餓鬼hungriger Teufel; III, 15餓鬼道 „hungriger Geist“
gakusei學生Studierender; I, 23der „Bücher und Überlieferungen“ d. i. die Bücher der alten (konfuz. u. buddh. Weisen. Als Student einer staatlichen daigaku, zur Vorbereitung der Beamtenlaufbahn.
gakutō [no sōra]學頭Lehrhaupt
gakutsu巌窟Felsenhöhle, Klause2: Grotte
gansei含生Lebewesen
garan伽藍buddh. (Tempel-)Gebäudeskr.: saṃghārāma, urspr. Kloster bzw. Konvent.
1: temple, monastery
2 auch: Dom, Kathedrale
geGātha; III, 19Vers-(abschnitt) [Buddha preisend]
gedatsu解脱(vom Banne) lösen; I, 281: [Buddhist] salvation, deliverance, emancipation
gedō外道Außenweg, (III, 19: gedō, skr.: Tīthakas. Ein dreifaches Gedō wird unterschieden. 1) Außerhalb des Buddhismus stehend. 2) zwar innerhalb des Buddhismus stehend, aber nach eigenem Verstande Sūtra erklärend und daher die Wahrheit nicht treffend. 3) Buddhas wahre Lehre zu erfassen suchend, aber doch unvermögend in die Wahrheit einzudringen. III, 33: außerhalb der Mönchsgemeinde stehend.) KetzerVgl.: 『日本霊異記』にみる「外道」
gembō現報Sichtbar-gegenwärtige Vergeltung; I, 16; Vor. III
gense現世Gegenwarts-Welt; I, 311: gensei, gense, genze, utsu(shi)yu this present world, this life, this transient world
gesho外書die auswärtigen (taoistischen und konfuzianistischen) Bücher
godō五道die fünf Welten1: tentō Providence, heaven; tendō the way of heaven, divine justice, destiny
4S: The five gati, i.e. destinations, destinies: the hells, hungry ghosts, animals, human beings, devas.
gogyaku[zai]五逆(罪)die fünf Widersetzlichkeiten (Widernatürlichkeiten (shifu Vatermord. 2) shimo Muttermord. 3) shirakan Rakan-Mord. 4) suibutsu-ketsu [eines] Buddhaʼs Leib verwunden. 5) hawagosō das gute Einvernehmen mit den Priestern zerstören.))buddhistische Todsünden
Ausführlich
gohō護法Dharma-Schutz, -Schützer (II, 35: 1) unpersönlich gesagt: alles was zur Verbreitung, Erhöhung, Erhaltung, Bewahrung des Buddhatums beiträgt. 2) personifizierte Wesen Geister, besonders Untergötter, ganz besonders oft jung gedachte Schutzgottheiten, daher die Bezeichnung gohōdōji, gohōtendō und gohōzenjin andrerseits. 1: goshimbutsu personal guardian Buddha)4S: To protect or maintain the Buddha-truth; also name of Dharmapāla
gokai五戒die fünf Gebote (Gegen: Töten [aller Lebwesen], Nehmen was nicht gegeben, Lügen [oder verleumden], unrechte sexuelle Beziehungen und Genuß berauschender [alkoholischer] Getränke.
4S: The first five of the ten commandments, against killing, stealing, adultery, lying, and intoxicating liquors. They are binding on laity, male and female, as well as on monks and nuns. The observance of these five ensures rebirth in the human realm. Each command has five spirits to guard its observe)
skr.: pañca-veramaṇī;
 Pañca Sila: Audio
gokudoku五功徳die fünf Verdienstevgl. Anm. zu I 13
gokurakujōdō極楽浄土Reines Land der höchsten Seeligkeit, Paradies „westliches Paradies“ des Amida (im reinen Land)
gonen護念Schutzgedenken; II, 20
gōsai劫災Kalpa-Katastrophe, -Unheil; Vor IIIskr.: Kalpa „Weltenalter“ zur Länge das Gleichnis in Samyutta Nikāyo XV, 5
goshin五辛die fünf herben (Gewürze)Die von Buddha verbotenen scharfen Gewürze: Zwiebel, Schalotten, Ingwer, Lauch, Knoblauch. Sōni-ryō Art. 7 (Gem. dem Bommo-kyō gilt das Verbot auch für all diejenigen, die das Bodhisattva-Gelübde abgelegt haben.)
goshū五趣die fünf Welten= gōdō. 1) Hölle, 2) hungrige Geister (preta), 3) Tiere, 4) Menschen, 5) Himmel. Meist wird von 6 gesprochen und als vierte die Asura genannt. Siehe auch: rokukai 六界.
goyoku no hō五欲法Gesetz der fünf Lüste5: Five kinds of desire which arise out of attachement to the five objects.
Die Fünf Begierden (goyoku 五欲) sind das Streben nach Besitz (zaiyoku 財欲), sinnliche Begierde (shikiyoku 色欲), Hunger und Durst (inshokuyoku 飲食 欲), das Trachten nach Ruhm und Ehre (meiyoyoku 名誉欲) und der Wunsch nach Schlaf (suiminyoku 睡眠欲).
gukai具戒die vollkommenen Gebote
guseig[w]an弘誓願allumfassend GelübdeText der Gelübde
g[w]anshū願主Gelübdeherr, Gelöbner
gyōdō行道den WEG gehen, Statue umwandeln; III, 36, 8; II, 17
gyōja [gyosha]行者Wandeltuender, Asket1: devotee, ascetic, pilgrim
2: der religiösen Übungen nachgehende
gyōzen行善gute Werke tun
H
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
hachiAlmosenschale; I, 29 
hachisaikai八齋戒Acht Fastengebote; II, 11; III, 9syn.: 八戒: Die ersten acht (hachizaikai: 1) nichts Lebendes töten; 2) nicht stehlen und rauben; 3) nicht unzüchtig noch lüstern sein; 4) nicht falsch reden; 5) nicht berauschende Getränke trinken; 6) nicht sich mit wohlriechendem Öl salben noch sich schmücken; 7) nicht Tanz noch Theater sehen noch hören; 8) nicht auf hohem und prächtigem Lager ruhen. Nach andrer Fassung werden 6 und 7 als eins gezählt und als achtes: „nicht zur Unzeit essen“ hinzugefügt. Ausdrücklich wird gesagt, das Halten dieser acht Fastengebote für einen Tag und eine Nacht bringe „wunderbare Frucht.“ Im wesentlichen entspricht dies den Upavāsaka-Regeln des Theravada, die von Gomin [Anāgārika] einzuhalten sind. Die sich daraus herleitenden Mönchsregeln sind im Vinaya detailliert beschrieben. 3: Vom Vinayapitakam besitzen wir bereits eine genügende Auswahl von Übersetzungen, die Oldenbergs und Rhys Davids in den Sacred Books of the East (Bde. XII, XVII und XX, Oxford 1881-85).) der zehn Gebote.
haishoryōはい諸霊den Geistern Verehrungen bringen; I, 12
hakai破戒die Gebote brechen; II, 33
hanzai犯罪Übertretung, Sünde; III, 6
henge變化verwandelte Gestalt (Reinkarnation); I, 41: Lesung henge: goblin, ghost, appirition, bugbear; vereinfacht: 変化
Einer der 4 „Körper“ (四身; pali: kāya)
hibō誹謗schmähen, lästern4: skr.: apavāda
hi-iki贔屓Gnadenschutz (der spezielle Schutz des Patrons/Patronin); III, 13H. B.: liegt ein Zusammenhang mit dem hiku „herausziehen“ vor?
hinbō貧報Armut (als Vergeltung). Wörtlich Armutsvergeltung, Armutslohn. II, 14
hishiki hisshin非色非心Weder Gestalt, noch Nicht-Gestalt habend. Die Transzendenz bezeichnend.4S: entities neither of matter nor mind; [The three forms of all phenomena, birth, stay (i.e. 1ife), death; skr: utpāda, sthiti, and nirvana]. Neither matter nor mind, neither phenomenal nor noumenal.
hishin悲心erbarmend Herz; I, 294S: A heart of pity, of sympathy, or sadness
hito誹妬Schmähung und Eifersucht; II, 7
Gesetz (Buddha’s); die Lehre; Dharma2auch: 法門. Pali: dhammo, das „Wunderding.“ Das 2. der „drei Kleinodien/Juwelen (三寳)“
hōban寶幡„Schatz“-Banner; II, 16法幢 hatahoko Buddhistische Banner
hōben法便Mittel, Art und Weise; II, 2
hō-e法會 geistliche Versammlung; II 291: Buddhist memorial service
2: buddh. (Toten-)Messe
hōfuku法服geistlich Gewand; II, 15die Robe
hōji法事geistliche Dinge. III, 16; II, 151: Buddhist memorial service
2: Buddh. Totenmesse
4S: Religious affairs, e.g. assemblies and services; discipline and ritual. 中陰法事 The means used (by the deceasedʼs family) for ensuring a favorable reincarnation during the intermediate stage, between death and reincarnation.
hōjō放生Leben freilassen. I, 30; II, 51: setting birds free
4S: Release living creatures as a work of merit.
林垣徳; 〈殺生放生説話〉 の成立と展開; in: 国語と国文学, 49巻 2号( 昭47年 2月)
hōkai法界Dharma-Welt. III, 381: Buddhismʼs universe
skr.: dharmakṣetra
hō-on報恩Wohltatsvergeltungs(feier) für ToteTo acknowledge, or requite favours.
hō-on報怨Vergeltung und Rache
hoppō muryō jōdō北方無量浄土das unermeßliche Reinland des Nordens浄土 „Reines Land“; Paradies
hōshi法師Dharmameister. I, 28; II, 35; III, 16, 24dagegen: 文學法師 einer der den Schriften nach lehrt, ohne den Sinn erfaßt zu haben [法師人: Pedant]
hōsō法僧Dharma-Mönch
hosshin發心Entfaltung des Herzens; Bekehrung; I, 15; II, 2; III, 25
hosshin法身Dharma-LeibH. B.: „Gesetzes-Leib,“ der „geistige Leib“ die erste der 3 Leibesformen jedes Buddha’s. Vgl. H 362; Eitel unter Dharmakāya [4S: the absolute or spiritual body]
hotsug[w]an發願ein Gelübde tunvereinfacht: 発願
hōzō寶藏Schatzkammer; Vor. Iauch:寳藏; vereinfacht:宝蔵
4S: Treasury of precious things, the wonderful religion of Buddha.
hyōkei憑敬ehrfürchtig; sich verlassen auf; II, 34
hyōsō表相Vorzeichen; III, 38Vgl.: Bohners ssyrische und chinesisch-koreanische Omina-Texte pdf djvu Referat, OAG "Nachrichten" № 41 (1936), S. 33-42
I
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ikei異形(ganz) andre Gestalt; III, 34H. B.: so wie die Buddhas und die vom Gewöhnlichen Befreiten, göttliche Kräfte gebrauchend, sich in andre Gestalt zu verwandeln mögen.
iken威驗Numen-Erweisvereinfacht: …験
ing[w]a
inga
因課Ursache und Frucht出雲路修; 因果の諸相日本霊異記; in: 岩波講座日本文学と仏教, 2 (平6年 1月)
innen因縁Ursache und Grund; I, 30, III, 17Das erste, die grundlegenden Bedingungen z. B. bei der Pflanze der Same, Keim; das zweite die begleitenden Bedingungen, z. B. bei der Pflanze Regen, Sonnenschein.
森正人; 因縁の時空ー日本霊異記の説話と表現; in: 国語と国文学, 65巻 5号 (昭62年 5月)
inshin隠身verborgener Leib
irokai色界skr.: rūpadhūta „Welt der Form(en),“ (im Ggs. zu 煲色界, „Welt ohne Form“ (Leere). Zu rūpam (körperliche Form) siehe Grimm, Georg; Die Lehre des Buddho; Wiedbaden 1979 (Löwit), S. 35-; Orig.: 1915. Grimm glaubte eine Art „Urbuddhismus“ entdeckt zu haben und interpretierte das „Nirvana“ nicht als „endgültiges Verlöschen.“
In der Hinayana-Tradition der Vipassana-Meditation gilt das „Wissen der Auflösung von nāmā-rūpa als das fünfte ñāna (Bahngāñāna) Stufe auf dem 16stufigen Pfad zur vollen Erleuchtung.)
1) Buddhas und Boddhisatvas erscheinen sichtbar vor den Augen des Gläubigen; 2) erscheinen in verwandelter Gestalt zur Rettung der Wesen.
4S: or rūpāvacara, or rūpaloka, any material world, or world of form; it especially refers to the second of the Trailokya.
iryoku威力Numen-Kraft, verborgene Kraft. I, 6
inten卯點Signum; III, 9
i-shin威神ehrfuchtsgebietende Göttlichkeit, Numen-Gott. I, 18skr.: prabhāva
4S: awe inspiring majesty or gods, spirits
itsuku(rituell) fastenrituell sich reinigen; durch rituelle Reinheit schauend ehren
J
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ja-in邪婬UnzuchtEhebruch
vereinfacht: 邪淫
s.o. gokai
jaken邪見böse, ketzerische Absicht
skr: mithyā
1: cruelty, hardheartedness; wrong view
4S: Heterodox views, not recognizing the doctrine of moral karma. Perverse views, which, denying cause and effect, destroy the foundations of morality.
ji no fune慈の舟Schiff der Barmherzigkeit; Vor. I
jido自度
和度
Selbstordinierter; I, 19; III, 10[mit oder ohne Präzeptor] Mönch (mangels Genehmigung durch Gembaryō) dann üblicherweise 沙彌/沙彌尼 shami/shamini genannt. („Legitimiert“ im apokryphen 占察善惡業報經 T. 839, kurz Sen zatsu kyō)
4S: self-release by the attainment of gnosis, or wisdom
vgl. 5: S. 18-29: „State control of the sangha …“
山口敦史;日本霊異記の「自度」について―〈私度僧の文学〉を考える; in: 日本文学論集, 16号, (平4年 3月)
jigen示現sich zeigen und erscheinen; III, 28*
jikai持戒die Gebote halten; II, 33skr.: śīla
6: Einhaltung der Gebote; Wahrung der Selbstdisziplin
jiko慈顧barmherzige Beachtung; I, 12
jikyō持經Sutra halten, besitzen; I, 19H. B.: stehender Ausdruck: jikyō heißt das Sutra, das man in der Hand hält und das man beim lesenden Rezitieren verwendet. Jikyō-ja wird besonders der, der das Hokke-Sutra (法華經) hält und rezitiert.
jinkō神功göttlich Verdienst; Vor. I
jishin慈心erbarmend Herz; I, 161: benevolence, mercy
4S: A compassionate heart
jōdō浄土田崎篤朗; 『日本霊異記』に見られる末法観と浄土信仰; in: 季刊日本思想史, 40 (平 5年 1月); 魚尾孝久; 日本霊異記と上代浄土教; in: 国文学踏査, 15号 (平 1年 3月)
jōgyō浄行reiner Wandel; I, 26; III, 39
jōjū (fuhen)常住不變ewig weilend (ohne Wandel); II, 234S: 常住 perpetual abode [in Nirvana] = permanent, eternal; nothing having been created nothing can be destroyed; Hīnayāna limits the meaning to the state of nirvana, no more births and deaths; Mahyāna in its Mādhyamika form extends it universally, no birth and death, no creation and annihilation.不變 immutable
jōsho浄處„reiner Ort“vereinfacht: 浄処
jūbaku咒縛Verwünschung; Zauberspruch
jūgo咒護Mantra-Schutz; III, 34咒 skr.: dhāraṇi
für Mantra heute allgemein: 真言 shingon "mantra, quintessential word, Mantrayana, Shingon, Sino-Japanese esoteric Buddhism, originating in the eight century"
jūgwan呪願 „Segen“ spenden (lassen) II, 16syn: 咒願 jugan
juhō咒法Mantra-Weise; Mantra-Dharma; I, 28Die ch. Übersetzung von 真言 für Mantra prägten Śubhakarasiṅha (637-735), Vajrabodhi (671-741) und Amoghavajra (705-77), davor war für jede Art Beschwörungsformel dieses Zeichen üblich.
jūji十地die zehn Welten bzw. Stufen; Vor. Iskr.: daśabhūmi
H. B.: 10 Stufen, den Irrtum der Unwissenheit abzustreifen, zur ewigen Wahrheit (shinnyo) emporzusteigen. [Detailliert in Anm. zum Vorwort I]
jūji誦持rezitieren (und) besitzen; I, 18
jūkai受戒die Gebote auf sich nehmen, empfangen; II, 241: Buddh. confirmation; becoming a Buddhist
jisei jukai 誓受戒自 siehe: jidō
jūkyō誦經Sutren rezitieren; I, 11vereinfacht: 誦経
juryoku咒力Mantra-Kraft
jūken十善die zehn Guten (Dinge) (Der positive Gegensatz zu dem Zehnfach Bösen: 1) (mit Vergnügen) Leben töten, 2) stehlen (selbst ein Gras oder eine zerbrochene Nadel), 3) sexueller Verkehr, 4) lügen in Gedanken, Gelübden oder Taten, 5) Wein verkaufen, 6) übelreden, die Fehler andrer hervorheben, 7) sich selbst rühmen und andre schmähen, 8) unwirsch geben, was andre erbitten, 9) zürnen, andren nicht vergeben, 10) die Drei Kleinodien gering machen.)skr: daśakuśala
4S: The ten good characteristics, or virtues, defined as the non-committal of the ten evils
K
Beachte: Bohners unreformierte Umschrift kw… wurde zur Sortierung beibehalten.
LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
kada伽陀gāthāAuch: ge. In Versform gehaltenen Zusammenfassung [eines Sutrentextes]; „preisendes Lied.“
kago加護Schutz gewähren; III, 44S: Divine or Buddha aid or power bestowed on the living, for their protection or perfection = 加被; 加祐; 加備
kaibyaku開白Augen-EröffnungH. B.: 1) bei Beginn einer geistlichen Handlung (hoji) die Opfer usw. dem Buddha ansagen. 2) der erste Tag der Lehrversammlung
4S: To start from the bare ground; to begin a ceremony
kaishi芥子Senfkorn (skr.: sarṣapa); I, 291: gomi, akuta rubbish, dust
2 auch: keshi Mohn(samen)
4S: Mustard seed. (1) A measure of length, 10,816,000th part of a yojana. (2) A weight, the 32nd part of a raktikā, 2 3/16 grains. (3) A trifle. (4) On account of its hardness and bitter taste it is used as a symbol for overcoming illusions and demons by the esoteric sects. (5) The appearance of a Buddha is as rare as the hitting of a needleʼs point with a mustard seed thrown from afar.
kaishu戒珠„Perle der Gebote“; I, 22; III, 30H. B.: buddh. Ausdruck, die durch Halten der Gebote erlangte edle Reinheit bezeichnend. Ebenso der folgende Ausdruck „Spiegel des Wissens“ III, 30
H. B.: Ein bekannter Vergleich der Kraft, das Unrecht abzuwehren und Böses nicht zu tun, mit einem Edelstein in trübem Wetter.
4S: The commandments, or rules, are like pure white pearls, adorning the wearer
kakujitsu過失Fehle; II, 39
kaminagi神司Gottes-Dienstleute I, 1Priests
kaminagi卜者Divinator(in); II, 16Das sōni-ryō in Art. II verbot Mönchen das Wahrsagen.
H. B.: Besitz nehmen, besessen machen (託 kuruu)
1: Lesung bukusha
kan-byō看病Krankheit besehen; nach den Kranken sehen. III, 34, 364S: To nurse the sick; also to attend a patient medically
kannō感應Erhörung; I, 84S: Response to appeal or need; Buddha moved to respond
Anm. 2 zu: I, 8
kanro甘露süßer Tau; Ambrosia
kanshin漢神Han-Gottheit; II, 5H. B.: kan, chin. Han ist der Name des bekannten Flusses, dann der Gegend, in der Folge Chinas überhaupt; außerdem Bezeichnug der Milchstraße. shin jp.: kami, doch hier nicht ein shintoistischer Gott mit jinsha-Schrein, sondern mit ch. Ahnentempel (廟 miao), hernach Teufelsgottheit, Dämonengottheit (kishin) genannt.
keibatsu刑罰(peinliche) Strafe; I, 7
keinen敬念ehrend in Andacht haltend; III, 12
kekuwa悔過Pönitenz, Buße; II, 21vgl. zanke
skr.: kṣamā
keiso傾巣das alte Nest umstürzen; Vor. III
kenjutsu驗術Erweis-(kraft-)kunst; I, 28vereinfacht: 験術
久保田展弘; 仏法の験術広大なり―役小角の説話が意味するもの; in: 新編日本古典文学全集, 10, (平7年8月)
kenryoku驗力Erweiskraft; I, 31
kentoku驗徳Erweis-Wesenskraft; I, 31
kesa袈裟geistliche Schärpe; III, 15. skr.: kaāṣāya
keshin化身verwandelter Leib (skr.: nirmāṇakāya); II, 29H. B.: eine der drei Leibgestalten Buddhas gleich 應身 der entsprechende, dem Verhältnis der Menschen sich anpassende Leib.
1: (Buddhist) incarnation; personification; impersonation
4S: Buddha incarnate, the transformation body, capable of assuming any form (for the propagation of Buddha-truth)
6: der Verwandlungs- bzw. Erscheinungs-Körper
吉田靖雄; 『霊異記』の行基文殊化身説をめぐって; in: 日本仏教, 46号 (昭 53年 11月)
keshū化主Verwandlung-Herr, geistlicher Führer; III, 19H. B.: so heißt Amida, der keshū des Reinen Landes, des Paradieses; so: Shaka derjenige der Saha (vergänglichen Welt).
4S: The lord of transformation, or conversion, i. e. a Buddha; also one who exhorts believers to give alms for worship: also an almsgiver.
ki-e帰依anhangend vertrauen
ki-i奇異Wunder; Vor. III4S: Extraordinary, uncommon, rare
kikei帰敬verehrend anhangend
kinkei欽敬hoch ehren; I, 7
kishin帰信anhangend glauben
kishin鬼神Dämonen und Götter; II, 51: onigokoro wicked heart
関根章恵; 日本霊異記に見る諸仏の仏像と鬼; in: 東京成徳国文, 11号 (昭63年 3月); 宮西由佳; 鬼と陀羅尼; in: 花園大学国文学論究 28 (平 12年 12月)
kōdoku講読Vortrag und Lesung; II, 19; III, 9; III, 9, 23
kōshi講師Vortrags-Meister2: der Lektor, Lehrbeauftragte
4S: An expounder, or teacher
kōshiki講式Zeremoniale (für Sutrenlesung)„Rezitationsmesse,“ sletener „Litanei“ oder „Ritual.“ Derartige Texte werden, obwohl sie meist erst im Mittelalter entstanden, einigen im NR erwähnten Personen ( Saichō, Kukai usw.) legendär zugeschrieben. (Detailliert dazu Gülberg (1999)). Annähernd synonym sind: 講私記 [こうしき] , ~講会 [こうえ] , ~作法 [さほう] oder ~略要 [りゃくよう] … Heute eher der buddhistischen Zeremonialmusik (声明 [しょうみょう] ) zugerechnet, da der Text (shikimon) üblicherweise in einem melodischen Rezitativ vorgetragen wird.
keshū化主Verwandlung-Herr, geistlicher Führer; III, 19H. B.: so heißt Amida, der keshū des Reinen Landes, des Paradieses; so: Shaka derjenige der Saha (vergänglichen Welt).
4S: The lord of transformation, or conversion, i. e. a Buddha; also one who exhorts believers to give alms for worship: also an almsgiver.
ki-e帰依anhangend vertrauen
ki-i奇異Wunder; Vor. III4S: Extraordinary, uncommon, rare
kikei帰敬verehrend anhangend
kinkei欽敬hoch ehren; I, 7
kishin帰信anhangend glauben
kishin鬼神Dämonen und Götter; II, 51: onigokoro wicked heart
関根章恵; 日本霊異記に見る諸仏の仏像と鬼; in: 東京成徳国文, 11号 (昭63年 3月); 宮西由佳; 鬼と陀羅尼; in: 花園大学国文学論究 28 (平 12年 12月)
kōshin孝心kindesliebend Herz; pietas (Hier wohl im Sinne des Zeitgeistes (kokutai), auch als pietas in patriam. Zur Zeit von Bohners Übersetzung, hatte man davon auszugehen, daß die vorliegenden legendären Texte der „Reichsgeschichten“ historischer Wahrheit entsprächen. (Historisch objektive Forschung wurde als Blasphemie und lèse-majestá verurteilt und führte zu teilweise langen Haftstrafen für die betroffenen Wissenschaftler.) Von allen buddhistischen Schulen wurde der Kōdō bukkyō („Kaiserwegs Buddhismus“) unterstützt bzw. Kōkoku Zen praktiziert. Dabei wurde die Eroberung Chinas und die damit verbundene Ermordung von Millionen als „Mitleidstat“ gerechtfertigt. Der wohl im Westen bekannteste Vertreter war D. T. Suzuki, der es allerdings schon 1946 für opportun hielt, seine Vorkriegsmeinungen zu revidieren (jedoch nur in seinen fremdsprachigen Werken. Für ein deutsches Beispiel einer derartigen „Erleuchtung“ siehe die Biographie von Graf Dürckheim.) Seitens der Rinzai-Sekte (mit allen ihren Schulen) hat bis heute keine Aufarbeitung der „Fehlinterpretation“ der Lehre des Buddha stattgefunden. Andere Sekten haben, immerhin schon ca. 50 Jahre nach Kriegsende, mit einer Aufarbeitung begonnen.)
kotsujiki
kojiki
乞食Speise bettelnd; III, 15auch: 乞者 (II, 15)
4S: To beg for food, one of the twelve dhūtas prescribing outward conduct of the monk; mendicancy is the right livelihood of a monk, to work for a living is an improper life: mendicancy keeps a monk humble, frees him from the cares of life, and offers the donors a field of blessedness; but he may not ask for food.
出雲路修; 乞食・逃亡者; in: 古代文学講座, 6 (平6年 12月)
kotsujiki-zo乞食僧Bettelmönch; I, 15auch: 托鉢偾 takahatsusō
kōyō孝養kindlich liebend ernähren, sorgen für; I, 18, 23, 24H. B.: Der Ausdruck wird bald in konkretestem Sinne („ernähren“), bald in weiterem („sorgen für“), bald überhaupt für treue kindliche Liebe gebraucht.
kōza講座Sitz des Vortragenden; II, 15Von 講 ko(suru) vortragen, den Vorsitz führen
kudoku功徳Verdienstskr.: guṇa
6: verdienstvolle Tugend
kugō口業Werk des Mundes4S: (1) The work of the mouth, i.e. talk, speech. (2) The evil karma produced by the mouth, especially from lying, double-tongue, ill words, and exaggeration.
kuru(u)besessen machen; [den Geist andrer] in Besitz nehmenvgl. takusen
kuyō供養Opfer; opfernd darbringen; I, 30; II, 15, 24H. B.: opfern-nähren; KS „opfere Speise“ (besonders für die Geister der Dahingeschiedenen.
2: die Totenmesse
4S: To make offerings of whatever nourishes, e. g. food, goods, incense, lamps, scriptures, the doctrine, etc., any offering for body or mind
kwaija
kaija
廻邪das Böse meiden; I, 15vgl. shūzen
k[w]aikajigoku
Kega-jigoku
灰河地獄Aschenfluß-Hölle; II, 104S: 灰河 A river of lava or fire, reducing all to ashes
5: eine der 16 Unterhöllen die Teil der 8 „heißen Höllen“ sind.
kwanjō
kanjō
勸請(den Priester) (förmlich) herbeibitten; II, 16vereinfacht:勧請, skr.: abiṣeka
4S: beseeching (all Tathāgatas to rain down the saving law)
6: den Kopf mit Wasser begießen [als Weihezeremonie]
kwōmyō
kōmyō
光明Lichtglanz1: light, hope, bright future; halo
4S: =光徳國 Avabhāsa, the kingdom of light and virtue, or glorious virtue, in which Mahākāśyapa is to be reborn as a Buddha under the name of Raśmiprabhāsa
kyōge教化belehrend umwandeln; III, 24S: To transform by instruction; teach and convert; to cause another to give alms
kyōgyō經行Sutren lesend wandeln; II, 26H. B.: b.T. herkommend von dem Auf- und Abgehen beim Sutren lesen, gleich行道 in der Lesweise gyōdō, was außerdem noch Prozession um Statue und Tempel bedeutet.
kyōji經師Sutren-Meister, -Schreiber; III, 184S: A teacher of the sūtras, or canon in general
kyōji脇士Trabant, Seiten-Statue; III, 174S: The two attendants by the side of Amitābha, i.e. Guanyin and Mahāsthāmaprāpta; also the two by Yaoshi, the Master of Medicine, i.e. sunlight and moonlight; also the two by Ōākyamuni, i.e. Mañjuśrī and Samantabhadra
kyōjin凶人der Unheilvolle; III, 33
kyōkei恭敭ehren, verehren; I, 261: respect, reverence, veneration
2: Ehrerbietung, Hochachtung
kyūdō求道den WEG suchen; II, 2
kyujūkyuoku kyōgasa [no] shobutsu九十九
億恒河
沙諸佛
die 99 Hundert-Millionen Gangessandgleich zahlreichen Buddha; III, 1
M
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
mappō末法Dharma-EndzeitVgl.: Exkurs: Mappō.
matsudai末代späte, Ende-Generation; Vor. I4S: = 末世 The third and last period of a Buddha-Kalpa; the first is the first 500 years of correct doctrine, the second is the 1,000 years of semblance law, or approximation to the doctrine, and the third a myriad years of its decline and end. [vgl. den Gelehrtenstreit zur Datierung in der Einleitung und 5: S 9ff]
1: eternity
matsugō末劫End-Kalpa, da die Katastrophe und das Erscheinen Buddhas folgt; Vor. IIIVgl.: Exkurs: Mappō.
meigan
myagen
明眼strahlend helles Auge; II, 29vgl. 天眼 tengen
metsura(shiki)genriki異驗力Wunder-Erweiskraft; I, 28
miraisei末来世Zukunfts-Welt, -Existenz; III, 33
misao風流KeuschheitZum Bedeutungswandel und verwandten Begriffen I, 13, Anm. 2
miyakaiserliche Residenz; Palastheute meist: Shintō-Schrein jedoch gewöhnlich -sha …社
mono-nushi物主Ding-Herr, Sach-Herr, Sache-Besitzer, Gläubiger; III, 26
mu-en無縁ohne en (Grund, Beziehung, Zusammenhang); III, 34H. B.: Honen-Biographie, S 548, BW 812 und zur Übersetzung GJLx.
muki無記weder böse noch gut, indifferent; Vor. IIIH. B.: nicht (zu) beschreiben, eine der Drei Naturen (sansei) nämlich „neutral,“ „indifferent“ im Ggs. zu „bös“ und „gut“.
4S: undefinable (type of character)
6: moralisch neutral (weder gut noch schlecht)
musō無相ohne „Form“; III, 34H. B.: ohne , enthoben dem Unterschied von Gut und Böse, Existenz und Nicht-Existenz
4S: appearance of nothingness, or immateriality
6: gestaltlos, ohne äußere Merkmale
N
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
namo, namu南無 Ausdruck der Verehrung, der auch in der Theravada-Formel (Buddhābhivādanā) Namo tasso Bhagavato Arhato Sammā Sambhudassa vorkommt. Heutzutage wichtigste zu rezitierende Formel der Nichiren-Schule: Namu myōhō renge kyō.
1: hail (in Buddhist prayers)
4S: = 邤謨 = 邤麻 u. a. nāmaḥ, namo. To submit oneself to, from to bend, bow to, make obeisance, pay homage to; an expression of submission to command, complete commitment, reverence, devotion, trust for salvation, etc. … It is used constantly in liturgy, incantations, etc., especially as in namaḥ Amitābha, which is the formula of faith of the Pure-land sect, representing the believing heart of all beings and Amitābha’s power and will to save; repeated in the hour of death it opens the entrance to the Pure Land.
6: Geehrt sei …! ehrerbietige Zufluchtnahme (Formel der ehrfurchtsvollen Hinwendung zu einem Buddha oder den drei Kostbarkeiten)
ni(ama)Nonne; III, 19vgl. bikuni
nijo二乘die zwei Gefährte; Vor. Id. i. 小乘 Hinayana und 大乘 Mahāyāna (vereinfacht: 二乗)
nikugan肉眼Fleischesauge
nikushin肉身Fleischesleib; III, 284S: The physical body
nyohō如法dem Gesetze gemäß [Sutren abschreiben]; III, 10Nyohō, daher dann die Bezeichnung 如法經 nyohō(sha)kyō. (Die Sitte geht in Japan bis auf die Asuka-Zeit zurück. Der erste, von dem sie berichtet wird, ist Jikaku Daishi. Er errichtete 829 eine strohgedeckte Hütte am Hiei, woselbst er asketische Übungen ablegt, dreimal täglich, drei Tage lang. 831 fing er an das Hokke-Sutra auf eigens dafür hergestelltem Papier mit einem besonderen Graspinsel zu schreiben, wobei er jedem Wort, bevor er es abschrieb, dreimal Verehrung darbrachte. Als er es abgeschrieben, lud er Gishin, das Haupt des Tendai, ein, dem abgeschriebenen Sūtra das erste Opfer darzubringen. In einem Pagoden-Behältnis ward das Sūtra aufbewahrt und dann in einem Hiei Tempel wie ein Heiligtum aufgestellt.)
nyūsan入山in das (Berg)Kloster gehen; III, 25Diese Praxis war, ohne spezielle Genehmigung, unter den Vorschriften des sōni-ryō verboten, wurde ab 770 nicht mehr streng verfolgt. Vgl. Shoku Nihongi, XXXI (Hōki 1/X/28)
nyō;dū入道 buddhistischer Laienmönch
O
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ōge應化jemand erhörend sich in verwandelter Gestalt zeigen; I, 64S: nirmāṇ a means formation, with Buddhist transformation, or incarnation. Responsive incarnation, or manifestation, in accordance with the nature or needs of different beings.
okuji憶持in Sinnen behalten; (H. B.: „Gedächtnis“ im doppelten Sinne: 1) es auswendig wissend, 2) immer es in Gedanken habend („Andacht“); „habend“ 1) „besitzend“ 2) „festhaltend.“ Innerlich es besitzen und völlig festhalten. Ähnlich hernach 念誦; dieser Terminus bedeutet heute meistens 念佛誦經 Buddhas Name anrufend, immer im Sinne habend, die Sutren rezitieren. Hier ist wahrscheinlich das Auswendiglernen der Sutren gemeint, und auch das „immerfort es in Gedanken habend“ betont. G: Ich lese mit geschlossenen Augen 100mal das Sutra.
I, 14; III, I
4S: To keep in mind, to remember and maintain.
on-byō怨病Krankheit (wegen) Rache (eines andern); III, 30H. B.: 怨 Schauen; 病 Regel
oniDämon; Teufeloft die Boten des Enra.
onjin怨人Grollender; Rächer; III, 2
onryō怨靈Rachegeist (urami Geist); III, 37vereinfacht: 怨霊
4S: An avenging spirit or ghost.
onshi恩師Wohltäter; III, 2
R
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
raibutsu禮佛Buddha verehren; II, 21vereinfacht: 礼仏
raihai禮拝verehren; III, 33skr.: vandana; namaskāra
6: Verehrung
raikyō禮經die Sutras verehren
rakan禮經Arhat (4S: arhan, arhat; worthy, worshipful, an arhat, the saint, or perfect man of Hīnayāna; the sixteen, eighteen, or 500 famous disciples appointed to witness to buddha-truth and save the world; 阿禮經 arhan)synonym: 阿禮經
reihyō靈表Geist-Zeichen; I, 12
reikon霊魂Geist; Seele
richi理智Riddhi; (理智法身; K sagt einfach: des Bodhisatwa erlauchter Leib. 理智 wohl Riddhi; Leib (verwandelter) nach Willen, Materie völlig vom Geist beherrscht, also den Gesetzen der Schwere und des Raumes enthoben und fähig den Raum nach Belieben zu durchmessen und nach Belieben räumliche Form anzunehmen. 理智 der Gesetzesleib der „geistige Leib,“ die erste der drei Leibesformen jedes Buddhas.
4S: Principle and gnosis (or reason); the noumenal in essence and in knowledge; the truth in itself and in knowledge; li is also the fundamental principle of the phenomenon under observation, chih the observing wisdom; one is reality, the other the knower or knowing; one is the known object, the other the knower, the knowing, or what is known; each is dependent on the other, chih depends on lili is revealed by chih. Also knowledge or enlightenment in its essence or purity, free from incarnational influences.)
II, 36
ritsugi
richi
律儀allgemein: Rechtschaffenheit, Ehrlichkeit, Pflichtbewusstsein; buddh. oft als Übersetzung von skr. saṃvarȧ Zurückhaltung, Selbstbeherrschung (sowohl „moralisch“ [śīlasamŃvara] als auch „der Sinne“ [indriyasaṃvara = 根律儀])
riyoku離欲von der Lust scheiden, II, 74S: To leave, or be free from desire, or the passions
rokuchiku六蓄die sechs Tiere; III, 33
rokuji六時die sechs Stunden; III, 1H. B.:1) morgens früh; 卯, 2) mittags [1: 11-13.00]; 正午; 3) bei Sonnenuntergang [1: 17-19.00] 酉; 4) ? bei angefangener Nacht; 5) mitternachts, etwa 10-2 [1: 1-3.00] 子丑; 6) nach Mitternacht 4 Uhr früh [1: 3-5.00] 寅
Vgl. Jap. Zeitrechnung
rokukai六界die sechs Welten;3 I, 21
rokusetsu六節die sechs Termine; II, 5H. B.: Im Vier-Himmelskönig-Sutra kommen diese vor: am 8. und 23. jeden Monats entsandten die vier Himmelskönige ihre Vasallen, am 14. und 29. die Kronprinzen, am 15. und 30. gehen sie selbst in alle Lande, um Gut und Böse der Menschen zu prüfen. „Enthaltsamkeit“ nach Anführungen KYʼs bedeutet besonders auch „nicht Leben töten,“ „Leben erhalten.“
5: vermutet rokukusainichi six holy days, 8, 14, 15, 23, 29 and 30 of each month, when lay Buddhists keep the first eight of the ten precepts …
S
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
sahō作法Tun der Lehre; II, 6H. B.: d. i. Gebote (zu halten) auf sich nehmen und allerlei geistliche Dinge ins Werk setzen.
1: manners, etiquette, proprietry
4S: 作法得 To receive ceremonial ordination as a monk
saibō罪報Sündenlohn, Schuldvergeltung; I, 274S: The retribution of sin, its punishment in suffering
saido濟度übersetzen, rettenvereinfacht: 済度
sai-e齋會Fastenversammlung; III, 8vereinfacht: 斎会
4S: An assembly of monks for chanting, with food provided
ausführlich bei: de Visser
saihō muryō jōdō西方無量
浄道土
das unermeßliche Reine Land des Westens; I, 30Vgl. Exkurs: Amida.
saiho no gokuraku西方極楽Paradies des Westens; Vor. III
saijiki齋食Fastenmahl; I, 24; II, 33Vegetarische Mahlzeit genommen zu den vorgeschriebenen Stunden an den Tagen (sainichi) an denen auch Laien die 8 Gebote halten.
saikai齋戒Fastengebot(e)1: purifications
4S: Purification, or abstinential rules, e.g. the eight prohibitions
saiku齋苦Sündenpein
saishoku罪食Fastenspeise; III, 44S: The midday meal; not eating after noon; abstinential food, i.e. vegetarian food, excluding vegetables of strong odour, as garlic, or onions
Śākya釋迦Shākyas, die Familie (der Stamm) des BuddhaVon śāka Gemüse. Der Stamm soll ursprünglich aus dem Indus-Delta stammen. Er bevölkerte ein Gebiet im Himalaya-Vorland, mit seinem Hauptort Kapilavastu. Zur Zeit des Buddha stand das „Reich“ unter der Oberherrschaft des benachbarten Kośala, dessen Fürst Virūḍhaka zerstörte es. Vier Überlebende gründeten die Reiche: Udyana, Bamyam, Himatala, und Sāmbī.
sambō三寳Drei Kleinodien; I, 54S:*
sambutsukiDrei Feiertage im Jahreslauf (mit Versammlungen): Buddhas Geburt am 8. Tag des 4. Monats (灌仏会 kambutsu-e oder tanjō-e); Jōdō-e am Tage der Erleuchtung 8. Tag des 12. Monats; 涅槃会 Nehan-e am 15. Tag des 2. Monats.4S: Triratna, or Ratnatraya, i. e. the Three Precious Ones: Buddha, Dharma, Saṇgha, i. e. Buddha, the Law, the Ecelesia [sic] or Order. […] The Triratna takes many forms, e. g. the Trikāya. [] There are other elaborated details known as the four and the six kinds of triratna, e.g. that the Triratna exists in each member of the trinity. … Popularly the 三寳 are referred to the three images in the main hall of monasteries. The centre one is Śākyamuni, on his left Bhaiṣajya and on his right Amitābha. There are other explanations, e. g. in some temples Amitābha is in the centre, Avalokiteśvara on his left, and Mahāsthāmaprāpta or Mañjuśrī on his right.
s[h]ami沙彌I, 19 Novizevereinfacht:沙弥
skr: śrāmaṇera, śrāmaṇeraka; pali: sāmaṇera
沙彌尼 shamini die Novizin
s[h]amon沙門I, 12 Mönch, Asketskr: śrāmaṇa, pravrajita; pali: sāmaṇa
sangigokai三帰五戒Drei-Anhangen-5-Gebote (die 5 Anfangsgebote); II, 8siehe gokai
sanken jissei三賢十聖die 3 Weisen und 10 Heiligen; III, 33H. B.: NJ 17 bzw. 965 sagt: Die 3 Weisen und 10 Heiligen weilen in in der glücklichen Vergeltung, nur der Buddha allein weilt im Paradiese jōdō)
4S: The three virtuous positions, or states, of a bodhisattva. The ten excellent characteristics of a 聖 saint or holy one …
5: 十聖 = 十地 detailliert S 100, Anm. 15
sanshin三心Die „drei Geisteshaltungen,“ die sicher zur Wiedergeburt im Reinen Land führen.Von verschiedenen Schulen unterschiedlich interpretiert.
4S: S. 64
sazai作罪Tat und Verschuldung; Vor. III
seichi生知von Natur wissend; I, 28
seichō聖朝Heilige Dynastie; Heiliges Reich, Land; III, 19, 31
seig[w]an誓願Eidgelübde; Vor. I; II, 6, 27; III, 354S: To swear and vow, e.g. the forty-eight vows of Amitābha to save all beings
seikyō正教die wahre Lehre; III, 19
seikun聖君heiliger Herrscher; III, 39H. B.: konfuzianischer Terminus
seirei聖靈heilig Geistiges; II, 261: Holy Spirit
4S: The saintly spirits (of the dead)
seizei正税die gerade Steuer; III, 33H. B.: die festgesetzte Reichssteuer, der festgesetzte Jahrestribut; in alter Zeit der Amtsreis, welcher eingesammelt und in den Amtsspeichern verwahrt und zur Bestreitung der der Regierungsausgaben verwandt wurde, in Notzeiten jedoch der Bevölkerung gespendet ward. Von solch einem Fall erzählt das Nihōn-Koki aus 18. Jahr Enryaku [800] 6. Monat. Vgl. Exkurs: Ritsuryō Besteuerung.
senhin仙賓 Genien-Gast; I 28ṛṣi; 4S: an immortal
5: 仙 Taoist Saint
senshin先身Präexistenz; I, 18
sensō仙身Genien-Kräuter; I, 135: special herbs
sentei
sendai
先荋Ungläubiger, Lästerer, (5: S 61 Those of the ichisendai shall perish forever. If you kill even an ant you will be accused of the sin of killing; you will not, however, be accused of the sin of killing if you kill the ichisendai. [II, 22] (Because the ichisendai slanders the Three Treasures, fails to preach to all beings, and lacks the sense of gratitude, killing him is not a sin.
Ichisendai is a transliteration of the Sanskrit term icchantika, which is translated as “culmination of desires,” “one lacking faith,” "one lacking good stock.” It designates a man driven continuously by his desires and lacks any potential for enlightenment, who commits sins and never repents.
Die Frage,ob es Wesen gibt, die „keine Buddha-Natur haben“ die ichisendai entstand unter den Schülern des Hsüan-tang und ist Teil der Lehrmeinung der Hossō-Sekte. Diese geht auf die ch. Fa-hsiang zurück, gegründet von Tz'u-en (jp.: K'uei-chi, 632-82).)
II, 22
H. B.: 荋提 der nicht an ingwa glaubt und Buddha und die Lehre schmäht. dazu 4S: the icchanti, or unconverted (= or evil person without the Buddha-seed of goodness)
senyaku仙藥Genien-Arznei; I, 13
sesshō殺生Leben töten; I, 30; II, 5; III, 24S: To take life, kill the living, or any conscious being; the taking of human life offends against the major commands, of animal life against the less stringent commands. Suicide also leads to severe penalties.
shaku(allgemein ehrende) Mönchsbezeichnung; (Die Praxis, daß sich Mönche als shaku bezeichnen, geht auf einen Schüler Fu-t'u-têng's (jp.: Butsu-to-chō) zurück. Dieser, aus Chang-shan in Tschekiang stammende, Tao-an (jp.: Dōan; † 385) benutzte diese Bezeichnung um sich als Anhänger Śākyamuniʼs zu bezeichnen. Von ihm sind zahlreiche Kommentare bekannt. Er gründete den Shang-ming-ssu (jp.: Jō-myō-ji) in der Provinz Ke, wo Hui-yüan sein Nachfolger (jp.: Eon) wurde.) I, 20; II, 7; III, 39vereinfacht: 釈, Lesung auch japanisiert für Śakya; Grundbedeutung: „Erklärung“
1: № 4809, mit Vielzahl buddh. Kombinationen
4S: To separate out, set free, unloose, explain; Buddhism, Buddhist; translit. śa, śi; also ḍi, ḍh. Indra
ähnlich: 宿僣 shuku-sō
settai接待Almosen
shakujō錫杖 I, 26, Anm. 4
shari舎利Reliquie; III, 19H. B. vgl. bei Eitel unter Shārikā
shiji四事die „Vier Dinge“; II, 21H. B.: 1) Trank und Speise, 2) Kleidung, 3) Dinge zwecks Nachtruhe, 4) Bad(wassser) und Arznei
5: Abk. für shiji kuyō
shijū四重die Vier (schweren) Sünden; I, 20H. B.: 1) Tötung von Lebendigem vgl. sesshō, 2) Diebstahl und Raub, 3) Unzucht, 4) falsch Geschwätz. Wer diese vier Gebote verletzt kann nicht wieder in geistlichen Stand zurückkehren; daher sind sie die vier hochwichtigen. Oft wird von fünf Geboten gesprochen vgl. gokai, indem als fünftes „berauschende Getränke zu trinken“ hinzutritt.
4S: The four grave prohibitions, or sins, pārājikas: killing, stealing, carnality, lying.
shingyō信行Glaubenswandel, Glaubenswirken; III, 174S: Believing action; faith and practice. Action resulting from faith in anotherʼs teaching, …
shinjin信心sich bekehren; gläubig werden5: a pure heart, free from doubt, which beleives in the Three Treasures … the first requisite to follow Buddhaʼs path.
shinju神咒Gottessegen, -Mantra; II, 15
shinkei信敬glauben und verehren; II, 19
shinsen神仙Götter (und) Genien; I, 135: taoist saint
shinshin深信tiefer Glaube, tiefgläubig; III, 3, 21, 24, 34
shinshin信心Glaubensherz4S: A believing mind, which receives without doubting
shintsū神道Gottes-Verkehr; II, 74S: The spirit world of devas, asuras, and pretas. Psychology, or the doctrines concerning the soul. The teaching of Buddha. Shinto, the Way of the Gods, a Japanese national religion.
6: übernatürliche Kräfte bzw. Weisheit
shi-on四恩die vier Wohltaten; II, 65: Schuld ggü.: Mutter, Vater, Tahtāgata und Mönchen [nach Shōbō-nenjō-kyō LXI, {Taishō XVII, Nr. 721, 359b}]; Eltern, allen anderen Wesen, den drei Kleinodien und Herrscher [nach Shinji kan-gyō {Taishō III, Nr. 159, 297a}]
shirei死霊Totengeist; I, 12
shisei-shin至誠心mit der Aufrichtigkeit des Herzens; II, 1; II, 194S: S 64
Eine der drei Geisteshaltungen, die mit Sicherheit zur Wiedergeburt im 'Reinen Land' führen.
shishin姪心von ganzem Herzen; I, 20
shishō四生die Vier Geburten; I, 21H. B.: 1) Geburt aus Mutterleib, 2) aus Eiern wie die Vögel, 3) aus dem Feuchten (濕生; saṃsvedaja) wie Fische und Insekten, 4) ohne sichtbare Ursache (化生; upapāduka) wie Boddhisatwa’s. Noch in der Tokugawa-Zeit war in Japan die Annahme verbreitet, daß Fische spontan vom Wasser hervorgebracht werden.
shōbō正法Zeit des wahren Dharmavgl. mappō.
shobutsu諸佛alle Buddhas; I, 7
shoden書會Schriften und Überlieferungen; III, 21: kaki(ki)-tsuta(eru) hand down to posterity (in writing)
shōge聖化Heiliger (in) Verwandlung; III, 19
shōmon聲聞die Stimme Buddhas vernehmen; II, 7
[vereinfacht: 声聞]
1: seibun fame, honour, glory
H. B.: … 2) allgemein: weites Wissen und große Erfahrung bezeichnend.
5: a translation of skr. śrāvaka, which means "one, who is enlightened by hearing Buddhaʼs teachings."
shōrai稱禮nennend-lobpreisend verehrend; I, 31; III, 11vereinfacht: 称礼
Das erste Zeichen bedeutet „nennen,“ „heißen.“ Das zweite Verneigung, Verehrung, dann auch Lobpreis, Dank.
sho shinnō攝神王(Trabant) Begleitkönig; II, 21vereinfacht:摂…. Bohner gibt dieses Kanji fälschlicherweise mit Radikal 32 (tsuji-hen) statt 64 (te).
Vgl. auch 脇士 kyōji
shozū攝像Seitenstatue; III, 17
shoten諸天der Himmel, die Götter; I, 254S: All the devas
shūdō修道den WEG (Buddhas üben); II, 21auch die zweite Boddhisatwa-Stufe
4S: practice, e. g. the eightfold path. In the Hīnayāna the stage from anāgāmin to arhat.
shūfuku修福Segen wirken; I, 9
shūgo守護Schutz, Bewahrung; III, 6=天守護
shūgyō修行„(heiligen) Wandel üben“; heilige Übung; I, 26; III, 244S: (caryā, conduct; to observe and do; to end oneʼs ways; to cultivate oneself in right practice; be religious, or pious
5: self discipline oriented toward enlightenment, cultivation of the mind by means of disciplining the body cf. Nihon Bukkyō Gakkai; Bukkō ni okeru gyō no mondai; Kioto 1965
shūhō
suhō, zuhō
修法das Gesetz (Buddhas) üben; II, 211: Buddhist prayer and austerities
shūjō衆生die Lebewesen; II, 28skr: sattva = 有情
im Unterschied zu ujō alle Lebewesen (auch ohne Bewußtsein; z. B. Pflanzen)
shukke出家in den geistlichen Stand treten; III, 19wörtlich: „in die Hauslosigkeit wandern“
skr: pravraj
vgl. 3: Mittlere Sammlung 17. Rede „Waldeinsamkeit“
shūken修験Shūken-tum, lebt; 修 shū geistliche-mystisch-asketische Übung, die dann zu 験 ken Erweis und höherer Erfahrung kommt. I, 28修持, shūji
shukugō宿業frühere Tat(en); Karma; I, 8; III, 11, 34, 34冨樫進;『日本霊異記』における「現報」観―その「宿業」観との関連について; in: 文芸研究(東北大学)平13年9月
shuku-in殖因ein „In“ pflanzen; II, 4
shūsō衆僧die Mönche alle; II, 284S: saṇgha, all the monks, an assembly of at least three monks
shūzen修善Gutes üben; gute Werke tun; II, 54S: To cultivate goodness; the goodness that is cultivated, in contrast with natural goodness
sōfuku贈福Segen (nach)senden; III, 35
sōjō
sōshō
僧正„Erzbischof“ II, 7, II, 21Der oberste der 3 Ränge zur Kontrolle der Sangha unter dem Sōgō-sei-System ab 624. In China bestand ein solches Amt seit dem 4. Jhdt. Seit der Herrschaft Kaiser Wudiʼs (502-50) unter dieser Bezeichnung.
4S: National superintendent of the clergy.
sonzō尊像ehrwürdige Statue; I, 7
soyū雜徭allerlei Fron; III, 14H. B.: Erd-, Holz- und andere Arbeiten, zu denen das niedre Volk genötigt wurde.
vereinfacht: 雑…
T
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
takahatsusō托鉢偾BettelmönchWohingegen Bettler: 乞食 kojiki bzw. 乞者
takusen託审Buddhistisches (bzw. Shinto) Orakelvgl. das Verb: kuru(u)
tanza端坐edles Sitzen; edle Haltung
tenchō天朝himmlische Dynastie; Hof; I, 28
tendoku轉讀 転読umblätternd lesen*; III, 19d. h. zunächst der Reihenfolge nach, nach Kapitel, Abschnitt usf. – Hernach aber gleich 轉蔵 tenzō das ist: nicht alles und jedes, jede Zeile, lesen, sondern jeweils von Anfang, Mitte und Ende lesen (so den Inhalt sich bewußt machen), und zwar spricht man von Anfangs-7-Zeilen, Mitte-5-Zeilen, Ende 3-Zeilen. HK: sie intonierte auswendig, Gesetzesblüten-Sūtra 1 Bu, Kegon-Sūtra 1 Bu. Das Gegenteil ist shindoku (= yomi-matsuru) „wirkliches Lesen“ dh. Lesen des gesamten Textes.
4S: (= 轉經) To recite a scripture; to scan a scripture by reading the beginning, middle, and end of each chapter.
ten-gan天感himmlische Erhöhrung; III, 6
tengen天眼himmlisch Auge; II, 294S: deva eyes
tenjō-kaku天上客Himmelsgast; I, 13
tenshū典主„Schriftherr“; Shinto-Beamter (Schreins-Priester); III, 24
Halle, Heiligtum; I, 8, 181: temple, shrine, hall …
tokkyō讀經Sutren lesen; I, 18vereinfacht:読経
= der (Sutren-)Vorleser
tokudo得度Leben in geistlichem Stand; II, 21; III, 39(Lesung für 度: いへで als Verb i.S.v. „in die Hauslosigkeit ziehen“)
H. B.: „über das Meer des Irrsals überzusetzen und jenes Ufer zu erreichen.“ Vom Hofe wurde dabei meist eine Erlaubnistafel (doshō) überreicht, welche in strafrechtlicher Hinsicht wichtig war und welche beim Tode zurückzugeben war.
tokudō得業(buddh.) Zeremonienmeister / Vorleser III, 305: Ein Mönch, der diese Aufgabe in einer der drei 'großen' Zeremonien (Yumia-e oder Hokke-e im Kofukuji bzw. Sashō-e im Yakushi-ji) erfüllt hat.
tsuizō fukujū追贈福聚„Segenfülle nachsenden„, „Seelenmesse“; III, 9, 13vgl. fukujū; kuyo; hō-e
H. B.: 追贈 einem Dahingeschiedenen postum etwas gewähren, schenken, verleihen, zukommen lassen.
tsūgan道眼durchdringend Auge; I, 14
U
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
ubahi
ubai
優婆夷[Transliteration in II, 19 als Teil eines Namens]Von skr. upāsikā (f) / ubāsoku (m). Einer, der die fünf Gebote hält, dabei im Laienstand verbleibend („Laienanhänger,“ „Haushalter“).
ubasoku優婆塞
♀ 優婆夷
Upasaka (“close attendant”) der im Laienstand verbleibende Gläubige. Weibliche Form: Ubahi (skr.: upāsikā).
u-en有縁En habend; II, 26H. B.: inen bedeutend; davon redend, daß zwischen A und B von der Vergangenheit ein Connex besteht; sehr oft gebraucht, z. B., die Kwannon anrufen, werden Kwannon-uen-Lebewesen genannt; die an Amida glauben heißen Amida-uen-ki usf.
ujō有性
有情
alles was Odem hat; III, 384S: To have the nature, ’i.e. to be a Buddhist, have the bodhi-mind, in contrast with the absence of this mind, i.e. the icchanti, or unconverted. [vgl. sentei]
im Unterschied zu shūjō nur Lebewesen mit Bewußtsein.
uramiRache-Groll; II, 40; III, 2[Vielzahl von Fundstellen im Text]
Groll, aus Groll entstehender Haß, Feindschaft. Eines der wesentlichen Wörter altjapanischer Mentalität. Der urami habende fühlt sich in seinem Wesen tief, wenn nicht tödlich verletzt. Das Wesen ist gestört und bleibt es über den Tod hinaus. Natürlich steht urami in Beziehung zur Blutrache. [vgl. auch das Theaterstück von Suzuki Sensaburō, Die beiden Witwen (Futari no yamome)]
永藤靖; 古代都市と御霊―怨霊から御霊信仰へ; in: 解釈と鑑賞, 63巻3 (平1 0年 3月)
Y
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
yakukai; yokukai欲界Lustwelt; I, 285: skr.:kāmadhātu. Eine der drei weltlichen Sphären, die die 'sechs unteren Himmel' und die fünf anderen Existenzen – Mensch, asura, Tier, hungriger Geist und Hölle – umfaßt.
4S: The realm, or realms, of in purgatory, hungry spirits, animals, asuras, men, and the six heavens of desire. So called because the beings in these states are dominated by desire.
yakunan厄難Not; I, 291: calamity, evil, misfortune
yokkai欲詅Lustwelt; I, 28
yomi黄泉gelbe Quelle; Unterwelt; I, 301: hades; realm of the dead
Aus dem Taoismus kommender Begriff. Der Shintō kennt nur ein trübes, düsteres Totenreich, ohne Erlösung.
Vgl. Exkurs: Enra (Totenwelt).
yuigon遺言letzter Wille; I, 291: auch: igon, igen
Z
Deutsche LesungKanjiBedeutungErgänzende Angaben
zaifuku罪福„Sünde und Segen“
zaik[w]a罪過Schuld (und) Fehler; II, 17
zaisei在世auf Erden; III, 191: saizei; ari(shi)yo
4S: In the world, while alive here
zanke懺悔Buße, Reue; III, 38
zanki懺愧
zen-en善縁gutes En; En des Guten; III, 3
zenji
zenshi
禪師Zenmeister; I, 26[Der Ausdruck „Zen“-Meister erscheint unglücklich gewählt, da er dazu verleitet an heutige Zen-Praxis zu denken, die erst 3-400 Jahre später ausgestaltet wurde. Während der Heian-Zeit bezeichnete man zenji vielfach Exorziste (die oft Yamabushi waren). Chʼan-Meister wäre historisch klarer. (5: Dhyana-Meister.)]
zenshin善神„guter Gott“; II, 15: Brahma, Indra, die Wächter der vier Weltenden, die 12 Göttlichen Generäle und die 28 Gottheiten.
4S: The good devas, or spirits, who protect Buddhism, 8, 16, or 36 in number.
久保田実; 護法善神と日本霊異記; in: 駒沢国文, 15号 (昭 53年 3月)
zojō-en増上縁Wachstums-En; II, 28
zokka俗家Laien-Stand; I, 13; III, 39
zoku-nan俗師Not der Gemeinen; III, 14
zokusei俗姓Laienname; II, 71. (a priest’s) secular surname
zuisō瑞相Vorzeichen; II, 204S: Auspicious, auspicious sign, or aspect.